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Touristische Erschliessungsplanung Parsenn/Fondei/Fideriser Heuberge: Weitere Abklärungen nötig

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Die Ergebnisse der Vernehmlassung zur touristischen Erschliessung des Gebiets Parsenn/Fondei/Fideriser Heuberge liegen vor. Sie verlangen ergänzende und vertiefte Abklärungen, welche Anfang 1999 vorliegen sollten.
Anfang Juli 1998 war die Studie zur touristischen Erschliessungsplanung des Gebiets Parsenn/Fondei/Fideriser Heuberge in die Vernehmlassung gegeben worden. Die Ergebnisse liegen nun vor. Sie erfordern ergänzende und vertiefende Abklärungen. Gestützt darauf soll Anfang 1999 ein Nutzungs- und Erschliessungskonzept ausgearbeitet und unter den betroffenen Gemeinden, Regionen und Bergbahnunternehmungen bereinigt werden. Das bereinigte Konzept wird alsdann die Grundlage für die Richt- und Nutzungsplanungen sowie für die Konzessions- und Baubewilligungsverfahren für touristische Transportanlagen in diesem Raum bilden.

Kontroverse Stellungnahmen
Die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Studie über die touristische Erschliessungsplanung Parsenngebiet/Fondei/Fideriser Heuberge sind in einem Auswertungsbericht zusammengefasst. Verschiedene Vernehmlassungsinstanzen wünschen mit Blick auf die weitere Planung, dass die vorliegenden Entscheidungsgrundlagen in bestimmten Bereichen vertieft werden. Dies betrifft einerseits die Bedarfslage, die Wirtschaftlichkeit, die Finanzierbarkeit sowie die möglichen Auswirkungen auf benachbarte Skigebiete. Andererseits werden Ergänzungen angeregt hinsichtlich der Schatzalp- und Strelabahnen, der Skiabfahrten und Schlittelbahnen ins Tal, der räumlichen Auswirkungen, Umweltqualität und Verkehr sowie betreffend allfälligen Ausgleichsmassnahmen (Wildeinstandsgebiete bzw. Sperrgebiete für Variantenskifahrer).
Während die Zubringeranlagen aus der Landschaft Davos ins Parsenngebiet weitgehend unbestritten bleiben, werden bei den Zubringervarianten aus dem Prättigau (Variante Fideris/Fideriser Heuberge und Variante Serneus-Büel/Kreuzweg) unterschiedliche und zum Teil konträre Feststellungen gemacht. Die Prättigauer Gemeinden (ohne Klosters-Serneus) und Davos äussern sich beispielsweise positiv zum vorliegenden Studienkonzept und befürworten allgemein eine neue Zubringeranlage ab Fideris. Für die Gemeinde Klosters-Serneus erscheint das Festlegen und Realisieren eines Zubringers aus dem Prättigau als verfrüht. Dies u.a. unter Berücksichtigung der skitouristischen Lage, der Investitionsprioritäten, der finanzpolitischen Situation der Gemeinde und der Interessen des Tourismus. Die Umweltverbände wiederum wehren sich prinzipiell dagegen, dass das Skigebiet erweitert werden soll.
Die Zubringervarianten im Prättigau können abschliessend erst beurteilt werden, wenn weitere Entscheidungsgrundlagen vorliegen. Aus diesem Grund will der Koordinationsausschuss für den touristischen Erschliessungsplan weitere Abklärungen machen (Ergänzungsstudie; Vertiefungsstudie durch die Bergbahnen), einen Entwurf für ein Nutzungs- und Erschliessungskonzept ausarbeiten und diesen in der Folge mit den regionalen Entscheidungsträgern bereinigen.

Zubringer-Varianten überregional abstimmen
Die angestrebte touristische Entwicklung sieht regionsübergreifende Erschliessungsanlagen vor. Auch die Nutzungs- und Schutzmassnahmen müssen regionsübergreifend aufeinander abgestimmt werden. Deshalb soll der Variantenentscheid über die Zubringeranlagen aus dem Prättigau im Rahmen des Nutzungs- und Erschliessungskonzepts erfolgen. Dieses bildet zudem die Grundlage, um die Raum- und Umweltverträglichkeit zu beurteilen und die Interessen durch die zuständigen Behörden im Rahmen einer Gesamtbeurteilung abzuwägen. Das vereinbarte Konzept soll schliesslich in die Richtpläne der Regionen Prättigau, Schanfigg und Davos überführt und in die laufenden Ortsplanungs-Revisionen der betroffenen Gemeinden einfliessen. Die Zeit drängt, weil in einzelnen Gemeinden (z.B. Davos) bereits konkrete Planungen und Projekte zur Prüfung und Genehmigung beziehungsweise zur Konzessionierung anstehen.
Die Gemeinden Langwies und Fideris haben sich via Gemeindeversammlungs-Beschluss positiv zur Erweiterung des Skigebiets im hinteren Fondei beziehungsweise im Gebiet Fideriser Heuberge geäussert. Damit wird der politische Wille dieser Gemeinden dokumentiert, das Erschliessungskonzept zu realisieren.
Der Koordinationsausschuss und die in der Koordinationsgruppe zusammengeschlossenen Planungsträger auf allen Stufen sind bestrebt, eine offene, zielgerichtete und allseits abgestimmte Planung durchzuführen. Die im Raumplanungsgesetz verankerte Planungs- und Abstimmungspflicht setzt weiterhin voraus, dass die betroffenen Behörden und Interessengruppen intensiv zusammenarbeiten.
Gremium: Koordinationsausschuss Touristische Erschliessungsplanung Parsenn/Fondei/ Fideris, c/o Departement des Innern und der Volkswirtschaft Graubünden
Quelle: dt Koordinationsausschuss Touristische Erschliessungsplanung
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