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Projekt "Werknetz Graubünden" wird weitergeführt

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Trotz derzeit rückläufiger Arbeitslosenzahlen gibt es in Graubünden auch heute Menschen, die auf Grund ihrer persönlichen Voraussetzungen oder fehlender Ausbildung keinen Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Sie werden arbeitslos und sind später von Sozialhilfe abhängig. Nachdem die kantonale Armutsstudie 1996 ergeben hatte, dass die Wiedereingliederung verarmter Menschen mit Beschäftigungsprogrammen gefördert werden kann, hat das Sozialamt in Zusammenarbeit mit dem Industrie- und Arbeitsamt (KIGA) das "Werknetz Graubünden" entwickelt. Es ist ein Einsatz- und Beschäftigungsprogramm für Ausgesteuerte, die Sozialhilfe empfangen. Seit Anfang Februar 1998 ist das "Werknetz Graubünden" als Pilotprojekt getestet worden. Es läuft Ende dieses Jahres aus. Die Erfahrungen und Resultate haben gezeigt, dass die Desintegration Erwerbsloser verhindert resp. ihre Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt gefördert werden kann. Nun soll für das Werknetz-Projekt eine private Trägerschaft gefunden werden. Dazu wird eine entsprechende Ausschreibung durchgeführt. Mit der Trägerschaft wird eine Leistungsvereinbarung getroffen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Sozialamt und dem KIGA ist gewährleistet. Die Regierung nimmt Kenntnis vom Projektbericht und will das "Werknetz Graubünden" bis vorläufig Ende 2001 weiterführen.

Neues Feuerwehr-Konzept bei Waldbränden

Nach den grossen Waldbränden Brusio und Mesolcina-Calanca 1997 hat sich gezeigt, dass die betroffenen Feuerwehren schneller auf Armeematerial und genügend geschultes Personal zurückgreifen können sollten. Daher hat das Feuerpolizeiamt in Absprache mit dem Forstinspektorat ein Waldbrandbekämpfungs-Konzept erarbeitet. Dieses sieht den Einsatz von geeignetem Armeematerial mit höherer Leistung und speziellen Personaleinheiten der Feuerwehren vor. Damit sollen die Voraussetzungen für ein wirksames, Kosten senkendes Bekämpfen von Waldbränden in der Anfangsphase geschaffen werden. Das entsprechende Konzept wird von der Regierung zu Kenntnis genommen und soll von den beteiligten Ämtern bis Ende März 2000 umgesetzt werden.

Vernehmlassung an den Bund

In ihrer Stellungnahme nimmt die Regierung in positivem Sinn Stellung zu den Deregulierungsbemühungen des Bundes im Bereich des Waffengesetzes, des Kriegsmaterial-Gesetzes, des Sprengstoff-Gesetzes und des Güterkontroll-Gesetzes. Die vier Gesetze sollen zu Gunsten einer administrativen Entlastung der Wirtschaft entflechtet und harmonisiert werden. Dabei soll erreicht werden, dass für ein einzelnes Geschäft nur eine Stelle zuständig ist und dass für dieses Geschäft nur eine Bewilligung nach einem Gesetz nötig ist. Das heute bestehende Kontrollsystem soll nicht geändert werden.

Aus den Gemeinden

Das Integralprojekt "Prau Pign" der Gemeinde Rhäzüns betreffend den Schutzwald zwischen Rhäzüns und Rothenbrunnen wird genehmigt. An die Gesamtkosten von 3.25 Mio. Franken werden Kantonsbeiträge von annähernd 950'000 Franken zugesichert.
Der Pradaschier AG, Churwalden, wird an die Errichtung einer Ganzjahres-Rodelbahn ein zinsloses Investitionshilfe-Darlehen des Bundes von 850'000 Franken zugesichert, für das der Kanton zur Hälfte haftet. Es läuft über 10 Jahre. Zudem gewährt der Kanton an das Projekt einen Beitrag von höchstens 177'000 Fanken. Vorbehalten bleibt die Kreditgenehmigung durch den Grossen Rat.
An die Mehrkosten der Holzschnitzel-Feuerung für den Neubau des Ospedale San Sisto, Poschiavo, wird ein Beitrag von maximal rund 82'000 Franken gesprochen.
Die Totalrevision des Steuergesetzes von Clugin sowie die neuen Kurtaxen-Gesetze von Bivio und Soazza werden gutgeheissen.
Der Kanton kauft die Einstellhalle in "Chant Sura" am Flüelapass sowie den Boden, auf dem der Stützpunkt Lenzerheide des Bezirkstiefbauamts 1 bisher im Baurecht steht. Für Land- und Gebäudeerwerb werden Kredite im Betrag von 785'000 Franken gesprochen.
Für verschiedene Strassenbau-Projekte im Kanton werden Kredite im Gesamtbetrag von rund 4.1 Mio. Franken gesprochen (Bau- und Belagsarbeiten Strassenkorrektion Coltura-Promontogno, Umfahrung Castasegna, Zusatzkosten Erneuerung Glennerbrücke zwischen Lumbrein und Surin sowie Bushaltestelle und Wendeplatz am Bahnhof Samedan).
Standeskanzlei Graubünden
Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden
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