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Weisungen regeln Organisation und Führung von Kleinklassen

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Das Erziehungsdepartement hat neue Weisungen erlassen, welche die Schulträgerschaften bei der Führung und Organisation von Kleinklassen unterstützen.

Die Förderung in Kleinklassen ergänzt oder ersetzt in einer Schule der Vielfalt den regulären Unterricht der Regelschule. Sie kommt dann zum Zuge, wenn die Angebote der Regelklasse an Grenzen stossen und die besonderen Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern nicht ausreichend abdecken können. Dies kann der Fall sein bei Kindern mit erheblichen Lern- bzw. Verhaltensproblemen wie auch bei Kindern mit ausgeprägten Begabungen.

Bisher erfasste der Ausdruck Kleinklassen die Förderung von Kindern mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten an der Volksschule. Nach neuem Schulgesetz und den Weisungen umfasst die Formulierung "Förderung in Integrierten Kleinklassen" nun auch Angebote für Schülerinnen und Schüler mit besonderer Begabung bzw. Hochbegabung. Wenn die Massnahmen im Rahmen der Regelschule - wie beispielsweise Individualisierung des Unterrichts oder Klassenüberspringen - nicht ausreichen, können solche Kinder nach erfolgter Abklärung durch den Schulpsychologischen Dienst im Rahmen einer eigenständigen integrierten Kleinklasse gefördert werden. Für ein Kind mit einem IQ um 140 zum Beispiel, welches wegen seiner besonderen Begabung in Schwierigkeiten geraten ist oder geraten könnte, kann das Amt für Besondere Schulbereiche auf Antrag des Schulrates ab Schuljahr 2002/03 die Zuweisung zu einer Integrierten Kleinklasse verfügen. Die Fördermassnahmen können durch die Gemeinden oder durch das Förderzentrum der Kantonsschule Chur durchgeführt werden. Das Förderzentrum nimmt voraussichtlich auf Beginn des Schuljahres 2002/03 seine Tätigkeit auf.

Die neuen Weisungen berücksichtigen das revidierte Schulgesetz, die massgebende Regierungsverordnung und die dazugehörenden Konzepte. Mit den Weisungen erhalten die Schulträgerschaften zunächst in deutscher Sprache - ab Dezember auch in Romanisch und Italienisch - ein Arbeitsinstrument, welches eine Vielzahl von Fragestellungen zur Kleinklasse beantwortet. Den Weisungen vorangestellt sind einige Leitideen zur Kultur der Förderung in Kleinklassen. Das Arbeitsinstrument enthält ferner Anweisungen zu organisatorischen und administrativen Fragen bei der Ausgestaltung von Kleinklassen wie auch zu pädagogisch-psychologischen Aspekten. Hinweise zu Fragen der Zusammenarbeit zwischen Erziehungsberechtigten, Fachpersonen und Schulträgerschaften sind in den Weisungen ebenso zu finden wie Regelungen zur Anstellung, Qualifikation, Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen sowie zur Finanzierung und Subventionierung von Kleinklassen.

Gremium: Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden
Quelle: dt Amt für Besondere Schulbereiche
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