Navigation

Inhaltsbereich

Impulszentrum soll Wirtschaft stärken

  • Erste Mitteilung
  • Neuen Beitrag einfügen
Das Projekt Impulszentrum will Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer fördern. Neugründungen im Umfeld der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur und der Interstaatlichen Hochschule für Technik NTB Buchs sollen in den Bereichen Serviceeinrichtungen, Infrastruktur und Beratung unterstützt werden. Der Kanton hat zusammen mit der HTW und der Graubündner Kantonalbank ein Konzept für die Realisierung eines Gründerzentrums erarbeitet (Konzept "Projekt Impulszentrum"). Das Impulszentrum ist ein Teil des KMU-Zentrums und in die HTW Chur integriert. Im Übrigen wird eine Zusammenarbeit mit dem Swiss Economic Forum SEF angestrebt. Das Impulszentrum soll an der Autobahnausfahrt Chur Süd in einem Neubau realisiert werden, in welchem 530 Quadratmeter gemietet werden. Diese Fläche ermöglicht es, etwa 30 Arbeitsplätze für Jungunternehmer/innen anzubieten.
Der Finanzbedarf für fünf Jahre beträgt voraussichtlich 850'000 Franken und soll wie folgt aufgeteilt werden: Bund 360'000 Franken, Kanton 250'000 Franken, Stadt Chur 80'000 Franken, Kantonalbank 60'000 Franken, Versicherungen/Unternehmungen/Verbände/Berater und Stiftungen 100'000 Franken.
Das Projekt Impulszentrum ist von regionalwirtschaftlicher Bedeutung und soll in den nächsten Jahren dazu beitragen, die Wirtschaft Graubündens zu stärken. Die Förderung von Neugründungen und Jungunternehmen sowie die Stärkung des Fachhochschulstandorts Graubünden entspricht in hohem Mass den Zielen der Wirtschaftsförderung und des Regierungsprogramms 2001 bis 2004.

Prämienverbilligung 2002: Selbstbehalte können gesenkt werden
Der Grosse Rat hat in der Novembersession 55 Millionen Franken (Vorjahr 46 Millionen) für die Verbilligung der Krankenkassenprämien bereitgestellt. Davon entfallen 14.5 Millionen Franken auf den Kanton und 40.5 Millionen Franken auf den Bund. Die Regierung hat die Richtprämien und die Selbstbehalte für die Berechnung der Prämienverbilligung 2002 festgelegt. Für Kinder (bis 18 Jahre) wird mit einer Richtprämie von 50 Franken, bei jungen Erwachsenen (19 bis 25 Jahre) mit 134 Franken und bei Erwachsenen (ab 26 Jahre) mit 191 Franken gerechnet. Die Selbstbehalte konnten im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden. Im nächsten Jahr haben Personen in den untersten Einkommenskategorien fünf Prozent (2001 waren es sechs Prozent) ihres anrechenbaren Einkommens zur Bezahlung der Krankenkassenprämien aufzuwenden. Mit steigendem Einkommen nimmt der Selbstbehalt bis zehn Prozent (2001: 12.4 Prozent) zu.

Aus Regionen und Gemeinden
Die Zivilstandsämter Churwalden/Parpan, Malix, Praden und Tschiertschen werden unter dem Namen "Zivilstandsamt des Kreises Churwalden" zu einem einzigen Zivilstandsamt mit Sitz in Churwalden zusammengeschlossen. Der Zusammenschluss gilt spätestens ab Anfang Mai 2002.
Der Organizzazione regionale del Moesano (ORMO) wird an die Kosten von 180'000 Franken der Machbarkeitsstudie für einen Nationalpark im Gebiet Rheinwaldhorn/Adula ein Beitrag von zwölf Prozent zugesichert. Der Kantonsbeitrag wird an die Auflage gebunden, dass bei einem allfälligen Scheitern eines Nationalparks auch die Variante eines Regionalparks geprüft wird.
Die Bilderdecke der Kirche St. Martin in Zillis ist ein Kunstdenkmal von internationalem Rang. Sie muss dringend gegen Pilzbefall behandelt und konserviert werden. Es wird mit Gesamtkosten von rund 2.1 Millionen Franken gerechnet. Der Stiftung Kirchendecke Zillis wird ein Beitrag von 35 Prozent dieser Kosten ausgerichtet.

Vernehmlassung an den Bund
So sehr die Bündner Regierung den Erlass des neuen Elektrizitätsmarktgesetzes (EMG) befürwortet, so klar lehnt sie den Entwurf für eine Elektrizitätsmarktverordnung (EMV) ab. Sie steht dabei in Einklang mit der Konferenz der Gebirgskantone. Zwar berücksichtigt der Entwurf teilweise die bereits früher angemeldeten Anliegen des Kantons Graubünden, die heutige Fassung der EMV kann aber nicht dazu beitragen, die bevorstehende Abstimmung zum EMG positiv zu beeinflussen. Bemängelt wird grundsätzlich, dass die Regelungsdichte viel zu hoch ist, was keinen Raum für Branchenlösungen lässt. Mit allem Nachdruck wird die Regelung der Basiswerte zur Ermittlung der Durchleitungsvergütung zurückgewiesen. Mit dem Basiswert "Buchwert" wird die Elektrizitätsbranche sowohl sachlich wie politisch vor den Kopf gestossen. Es wird beantragt, den "Wiederbeschaffungszeitwert" als Basiswert einzusetzen.

Wahlen und Abstimmungen am 3. März 2002
Am 3. März 2002 findet der erste Wahlgang der Bündner Regierungsratswahlen statt (zweiter Wahlgang: Sonntag, 24. März 2002). Zudem wird über zwei Bundes- und drei kantonale Vorlagen abgestimmt.
Folgende eidgenössischen Vorlagen werden der Volksabstimmung unterbreitet:
- Volksinitiative für den Beitritt der Schweiz zur Organisation der Vereinigten Nationen (UNO) und
- Volksinitiative für eine kürzere Arbeitszeit.
Folgende kantonale Sachvorlagen gelangen zur Abstimmung:
- Gegenvorschlag des Grossen Rats zur kantonalen Volksinitiative für tragbare Krankenkassenprämien,
- Teilrevision des Gesetzes über die Krankenversicherung und die Prämienverbilligung und
- Kantonsbeitrag (Verpflichtungskredit) von vier Millionen Franken an die FIS Alpine Ski WM 2003 in St. Moritz.

Standeskanzlei Graubünden

Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden
Neuer Artikel