Navigation

Inhaltsbereich

Vorerst kein europäisches Sprachen-Portfolio in Graubünden

  • Erste Mitteilung
  • Neuen Beitrag einfügen
Das von der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK) lancierte Sprachen-Portfolio für Jugendliche und Erwachsene wird in der vorliegenden Fassung im Kanton Graubünden vorerst nicht eingeführt. Auf ein rasches Einführen wird verzichtet, weil die veröffentlichte schweizerische Version des europäischen Sprachen-Portfolios die Landessprache Rätoromanisch ausklammert.
Am 1. März 2001 stellte die EDK die schweizerische Version des europäischen Sprachen-Portfolios für Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren der Öffentlichkeit vor. Dieses Sprachen-Portfolio umfasst auch einen Sprachenpass, welcher Auskunft gibt über die individuellen Sprachkenntnisse. Tragende Bedeutung soll das Sprachen-Portfolio insbesondere im Zusammenhang mit der Umsetzung der geplanten Empfehlungen der EDK zum Sprachenunterricht erlangen. Die EDK empfiehlt den Kantonen, das Sprachen-Portfolio einzuführen, welches in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch vorliegt.
Die Regierung des Kantons Graubünden hat der EDK ihre Betroffenheit darüber kundgetan, dass die vorliegende Version des Sprachen-Portfolios Rätoromanisch ausklammert, obwohl das Erziehungs-. Kultur- und Umweltschutzdepartement schon frühzeitig den Einbezug des Romanischen in das Sprachen-Portfolio postuliert hatte. Die Reaktion der EDK auf das Schreiben der Regierung zeigt, dass seitens der EDK die Bereitschaft besteht, gemeinsam mit dem Kanton Graubünden eine Lösung zu erarbeiten, welche das Romanische im Sprachen-Portfolio für Jugendliche und Erwachsene berücksichtigt.
Das Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement will auf die Einführung des vorliegenden Sprachen-Portfolios für Jugendliche und Erwachsene im Kanton Graubünden verzichten, bis eine Version vorliegt, die auch das Romanische umfasst. Nach Vorliegen einer Fassung des Sprachen-Portfolios mit Romanisch soll dieses auch im Kanton Graubünden eingeführt und eingesetzt werden.
In Vorbereitung ist derzeit das Sprachen-Portfolio "Junior". Die EDK hat einen Vertreter des Kantons Graubünden in die Steuerungsgruppe aufgenommen, so dass sicher gestellt ist, dass das Romanische von Anfang beim Erarbeiten dieser Version des Sprachen-Portfolios für die Volksschule berücksichtigt wird.

Gremium: Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden
Quelle: dt Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden
Neuer Artikel