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Kanton will gezielter gegen häusliche Gewalt vorgehen

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Die Regierung stimmt einem Interventionsprojekt zu, das sich gegen häusliche Gewalt (Gewalt gegen Frauen in Ehe und Partnerschaft) richtet. In Kooperation mit staatlichen und privaten Institutionen soll ein Veränderungsprozess ausgelöst werden mit dem Ziel, bei Gewalt im häuslichen Bereich effektiv zu intervenieren, die Opfer zu schützen und die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Gemäss einer Nationalfonds-Studie wird in der Schweiz jede fünfte Frau im Lauf ihres Lebens von ihrem Partner misshandelt, über 40 Prozent der Frauen leiden unter psychischer Gewalt. Die durch Gewalt an Frauen jährlich entstehenden Kosten werden auf 400 Millionen Franken geschätzt. In Graubünden gibt es keine speziellen Erhebungen. Es wird aber davon ausgegangen, dass die erwähnten Zahlen analog auf den Kanton übertragen werden können.
Die Stabsstelle für Gleichstellungs-Fragen (Gleichstellungs-Büro Graubünden) hat ein Konzept für die künftige Organisation gegen häusliche Gewalt erarbeitet. Darin werden folgende Massnahmen vorgeschlagen:
- Ein Gewaltinterventions-Projekt schaffen nach dem Beispiel anderer Kantone (insbesondere BL, BS, ZH, SG und BE).
- Einen Runden Tisch mit externer Moderation einsetzen, der aus jenen Behörden besteht, die mit Gewalt gegen Frauen konfrontiert sind.
- Eine Koordinationsstelle/Projektleitung einsetzen, die den Runden Tisch initiiert und daran teilnimmt. Sie leitet und koordiniert das Projekt, sorgt für die Administration und die Öffentlichkeitsarbeit und organisiert die Weiterbildung für die beteiligten Institutionen.
Das Interventionsprojekt wird vorerst auf drei Jahre befristet (2003 bis 2005). Projektleitung und Sekretariat werden in die Stabsstelle für Gleichstellungs-Fragen integriert. Nach Ablauf der Pilotphase soll neu entschieden werden. Das Gleichstellungs-Büro wird die Vorarbeiten Mitte 2002 in Angriff nehmen. Es wird mit Kosten von 218'000 Franken für drei Jahre gerechnet. Dem Grossen Rat wird für das Budget 2003 ein Verpflichtungskredit beantragt.

9.6 Millionen für forstwirtschaftliche Integralprojekte
Die Wälder im Kanton Graubünden erfüllen verschiedene Funktionen, nicht zuletzt auch jene, Siedlungen, Verkehrswege sowie gewerbliche und landwirtschaftliche Infrastrukturanlagen vor Rüfen, Steinschlag und Lawinen zu schützen. Viele Schutzwälder befinden sich in einem unbefriedigenden Zustand. Im Rahmen von sog. Integralprojekten werden die nötigen Massnahmen getroffen, damit die Wälder die geforderten Funktionen nachhaltig erfüllen können. Die Regierung genehmigt folgende drei Integralprojekte: Ausserdomleschg (Feldis, Paspels, Rodels, Rothenbrunnen, Scheid, Tomils und Trans), Safiental (Safien und Tenna) und Trin. Es werden Kantonsbeiträge im Gesamtbetrag von 9.6 Millionen zugesichert.
Die Regierung genehmigt den Waldentwicklungs-Plan Mittelbünden, der damit für die kantonalen und kommunalen Behörden verbindlich ist.

Kulturbeiträge
Es werden Beiträge und Defizitgarantien im Gesamtbetrag von 272'000 Franken an die folgenden kulturellen Werke und Veranstaltungen geleistet:
- Film "L'ultimo respiro" von Riccardo Lurati, Roveredo,
- Film "Amaz(z)ing Cam" von Curdin Schneider, Sils i.D.,
- Film "Würfelwelt" von José Federspiel, Domat/Ems,
- Film-Fest Malans vom 24./25. Mai 2002,
- Projekte "LiquidCom" und "Ospiti" des bildenden Künstlers Peter Trachsel, Küblis,
- Ausstellung von Werken von Alois Carigiet (1902-1985) in Japan aus Anlass seines 100. Geburtstags,
- Ausstellung "Forever. Die Tätowierung - Eine Ausstellung, die unter die Haut geht" vom 15. Juni bis 22. September 2002 im Gelben Haus in Flims,
- Verschiedene Produktionen der professionellen Theatergruppe In Situ im Jahr 2002,
- Freilichtspiel "La fuschella" im August/September 2002 in Scuol,
- Herausgabe des Buchs "Flurin Spescha (1958-2000) - Sprache und Stimme" (Arbeitstitel) zu seinem zweiten Todestag im Oktober 2002,
- Herausgabe des "Nies Tschespet 2002" ("La tschendra dil temps" von Rico Tambornino) durch die Romania,
- Herausgabe des Buchs "Sur da tgamins e spazzatgamins ella Cadi" von Mathias Deflorin
- Herausgabe der CD "Luaga, was dr Mond so macht" von Linard Bardill,
- Herausgabe eines Katalogs (Druckgrafische Arbeiten von 1994 bis 2001) von Georg Tannò, Chur,
- Konzerte des Kammerensembles Musicuria vom 8./9. Juni 2002 in Andeer und Chur,
- Konzerte des Chor viril Surses vom 31. März/6. April 2002 in Savognin und Riom,
- Konzerte des Engadiner Kammerchors vom 30.11./1.12. 2002 in Pontresina und Chur,
- Konzerte "Ein Abend mit Jean-Philippe Rameau" (mit Gloria Vanoli u.a.) vom 5. bis 7. April 2002 in Flims, Chur und Malans,
- Konzerte des Jazz Club Chur im ersten Halbjahr 2002,
- Churer Orgelkonzerte im Jahr 2002,
- Musik-Kurswochen und an die Veranstaltungen in der Waldbühne Hubelsee des Kulturkreises Arosa im Sommer 2002,
- Veranstaltungen im Kulturzentrum "La Vouta" in Lavin von Februar bis Juni 2002, und
- Neunte Alpine Kulturtage Thusis vom 2. bis 9. Juni 2002.
Standeskanzlei Graubünden

Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden
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