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Erfolgreiche Kampagne "Treffpunkt Wald" im Kanton Graubünden

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Die Antworten auf die vom Amt für Wald Graubünden im Rahmen der Kampagne "Treffpunkt Wald" durchgeführten Umfrage zeigen, dass viele Gemeinden, Schulen und Forstämter heute schon zahlreiche Veranstaltungen mit Schulkindern im Wald organisieren. Ein grosser Teil beabsichtigt, die Umweltbildung im Wald als Bestandteil des Gemeindeschulbetriebes zu verankern und so dafür zu sorgen, dass auch in Zukunft den Schülern der Wald- und die Waldbewirtschaftung im "Schulzimmer Wald" vermittelt werden.

Worum geht es
Revierforstämter, Gemeinden und Schulen sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass Umweltbildung im Wald überhaupt stattfinden kann. Anfangs Februar 2005 wurde deshalb im Rahmen der Kampagne "Treffpunkt Wald" den entsprechenden Stellen aller Gemeinden des Kantons Graubünden ein Fragebogen mit neun Fragen zum Thema "Schulveranstaltungen im Wald" zugestellt. Damit sich alle Beteiligten einer Gemeinde mit dem Thema beschäftigen, waren die Fragen sowohl an das Revierforstamt und die Schule als auch an den Gemeindevorstand gerichtet. Dies mit der Absicht, dass die Fragebogen gemeinsam ausgefüllt und retourniert würden. Die Fragen reichten von "Finden in Ihrer Gemeinde bereits Schulveranstaltungen mit dem Förster im Wald statt" bis zu "Ist Ihre Gemeinde bereit, sich in Zukunft regelmässig für Schulveranstaltungen im Wald zu engagieren und dieses Engagement auf Stufe Gemeinde zu verankern?"

Ziele der Befragung
Die Befragung hatte im Wesentlichen drei Ziele:
- Die beteiligten Hauptakteure über die Kampagne informieren
- Ein Bild über das Interesse am Thema und bisherige Aktivitäten mit Kindern im Wald erhalten
- Bestehende Unterlagen beim Amt für Wald sammeln und zur Verfügung stellen um so den Austausch von Ideen und Erfahrungen zu fördern

Der Rücklauf
Insgesamt wurden 518 Fragebogen versandt. 109 Exemplare an die Revierforstämter, 209 an die Gemeinden und 210 an die Schulen. Zurück kamen 66 ausgefüllte Fragebogen von den Förstern (61%), 132 (63%) von den Gemeinden und 72 (34 %) von den Schulen. Über alle Adressaten kann der Rücklauf mit 51% beziffert werden. Immerhin haben sich aber 63 % der Gemeinden zum Thema geäussert. 168 Beteiligte sandten ihre Fragebogen gemeinsam und zu dritt ausgefüllt zurück.

Die Resultate
Die Resultate zeigen, dass 78.4 % der Antwortenden schon Schulveranstaltungen im Wald organisieren. Fast alle (97.7%) haben das Bedürfnis auch künftig Schulführungen im Wald durchzuführen wobei 98.9 % der Förster bereit sind, dieses Bedürfnis selber mit der Schule ihrer Gemeinde(n) abzudecken. 50% möchten dazu die Hilfe von benachbarten Gemeinden oder externen Waldpädagogen in Anspruch nehmen. 77 % sehen die Möglichkeit, andere Gemeinden bei Schulveranstaltungen zu unterstützen. Die drei am häufigsten genannten Themen für Veranstaltungen sind die "Funktionen des Waldes", "Wald erleben" und "einfache Waldarbeiten ausführen".
53.4 % der Antwortenden wollen sich dafür einsetzen, dass in Zukunft regelmässig Schulveranstaltungen im Wald stattfinden. Unterstützung durch den kantonalen Forstdienst (das Amt für Wald) wird von 47.7 % gewünscht. Gefragt sind vor allem didaktische Unterlagen und finanzielle Beiträge.

Wie geht es weiter
Aus den erhaltenen Antworten zeichnet sich ein überwiegend positives Bild ab. Auch jene, welche bisher noch keine Veranstaltungen organisiert haben, sind der Ansicht, dass solche Führungen im Wald für alle wichtig sind. Die Kinder lernen den Wald und die Waldpflege kennen und erfahren als zukünftige Stimmbürger, welche wichtigen Arbeiten der Forstdienst und das Forstpersonal der Gemeinden im Dienst der Öffentlichkeit leisten.
Es ist zu hoffen, dass die Kampagne "Treffpunkt Wald" viele Gemeinden, Schulen und Forstämter motiviert hat, gemeinsam solche Anlässe zu organisieren und regelmässig stattfinden zu lassen. Zahlreiche aktuelle Presseberichte über solche Aktivitäten zeigen, dass zumindest gute Ansätze vorhanden sind.
Die detaillierte Auswertung der Umfrage ist auf der Homepage von Amt für Wald (www.wald.gr.ch unter aktuelle Mitteilungen) zu finden.

Auskunftsperson: Stefan Crollet Loestrasse 14/16, Chur, Tel. 081/257 38 53, praktikant2.chur@wald.gr.ch

Organ: Amt für Wald
Quelle: dt: Amt für Wald
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