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Bündner Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt wird fortgeführt

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Die Bündner Regierung hat beschlossen, das Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt für weitere drei Jahre bis Ende 2009 fortzuführen. Mit dem Interventionsprojekt soll eine Haltungsänderung im Umgang mit häuslicher Gewalt erreicht werden. Das Ende 2003 gestartete Interventionsprojekt hat in den ersten drei Jahren den Fokus auf die Schulung und Sensibilisierung von Fachleuten gelegt. Geplant ist nun unter anderem, diesen Fokus auf die Situation der Opfer nach den Interventionen durch das Frauenhaus und die Opferhilfe zu erweitern. Die Mittel für die Fortführung des Projekts betragen insgesamt 186'000 Franken.
Zudem beabsichtigt die Regierung, eine neue Beratungsstelle für Gewalt ausübende Personen einzurichten. Diese Täterberatungsstelle soll dazu beitragen, weitere Gewaltakte zu vermeiden, indem sie akute Situationen entschärfen und die Gewalt ausübenden Personen motivieren kann, weitere Hilfe zu suchen. Die Einrichtung dieser ersten Anlaufstelle dient insbesondere auch dem Opferschutz und dem Schutz Dritter.

Historische Galerie am Splügenpass wird instand gesetzt
Die Regierung hat beschlossen, für die Instandsetzung der Galerie am Splügenpass für die Jahre 2005 bis 2008 gesamthaft 933'000 Franken zu entrichten. Die 312 Meter lange Galerie am Splügenpass wurde 1843 als Winterschutz nach Plänen des italienischen Ingenieurs Carlo Donegani und des Bündner Ingenieurs Richard La Nicca errichtet. Das Objekt ist Teil der historischen Splügenstrasse, der vom Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) nationale Bedeutung zugewiesen wird. Die Galerie am Splügenpass ist ein wichtiger Zeuge der Ingenieurkunst der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die Galerie, die in den 1950er-Jahren aus dem Verkehr gezogen wurde, hat sie sich in einer Ursprünglichkeit erhalten, die für die ganze Schweiz selten, wenn nicht sogar einmalig ist. Das vorliegende Konzept für die Erhaltung sieht vor, die gesamte Galerie zu sichern und zu konservieren und einen Abschnitt von ca. 60 Metern ab Nordportal inklusive Pflästerung instand zu setzen. Dieser Abschnitt soll als Dokumentationsstelle zur Galerie sowie für Ausstellungen und weitere Anlässe genutzt werden.

Aus Gemeinden und Regionen
- Regionalpark Ruinaulta: Die Bündner Regierung hat die Anpassung des Kantonalen Richtplans RIP2000 vom 17. Mai 2006 sowie den entsprechenden, von der Region Surselva beschlossenen Regionalen Richtplan zum Regionalpark und Naturmonument Ruinaulta / Rheinschlucht genehmigt und für die Behörden des Kantons Graubünden als verbindlich erklärt.
- Samnaun: Der Generelle Erschliessungsplan 1:5'000 "Beschneiung 2. Etappe" der Gemeinde Samnaun vom 27. November 2005 wird genehmigt.
- Lumbrein: Die am 7. April 2006 verabschiedete Teilrevision der Ortsplanung der Gemeinde Lumbrein wird genehmigt.
- Lohn-Thusis: Der Gemeindegrenzplan Lohn-Thusis wird genehmigt.
- Tschlin: In Tschlin, Fraktion Strada innerorts, wird mit Einbezug der Kantonsstrasse, ab Haus Scharplaz bis zum östlichen Ortsende von Strada, flächendeckend die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h festgelegt und eine "Tempo-30-Zone" eingeführt.

Kantonsbeiträge an verschiedene Institutionen
- "Schule und Weiterbildung Schweiz": "Schule und Weiterbildung Schweiz" wird ein einmaliger Beitrag in der Höhe von maximal 150'000 Franken an die Durchführung der Sommerkurse 2009 oder 2010 in Graubünden gewährt.
- Open Airs: Die Regierung hat beschlossen, insgesamt sechs in Graubünden stattfindende Open Airs im Jahr 2006 mit Defizitgarantien im Gesamtbetrag von maximal 24'500 Franken zu unterstützen.
- Bündner OL-Verband: Der Bündner Orientierungsläufer (OL) Verband erhält für die Teilnahme am Arge Alp OL Cup am 7./8. Oktober 2006 in Salzburg einen Beitrag aus dem Sport-Fonds von maximal 7'100 Franken.
- Kantonales Schützenfest: Der Kanton Graubünden beteiligt sich am Stichsponsoring am 23. Kantonalen Schützenfest Graubünden 2007 mit einem Beitrag von 12'000 Franken.

Strassenprojekte
Die Regierung hat insgesamt 2'918'000 Franken für den Bau und die Sanierung folgender Strassenabschnitte bewilligt:
- A13 Nationalstrasse: Pian San Giacomo - Malabarba
- A13 Nationalstrasse: Traversa Süd - Abfahrtsrampe Rofla

Standeskanzlei Graubünden

Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden
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