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Die Regierung hat die Jagdbetriebsvorschriften 2007 erlassen. Die wichtigste Neuerung: Die Jagd beginnt am 1. September und wird vom 10. bis 16. September unterbrochen. Die Änderungen bei den Jagdbetriebsvorschriften wurden aufs Notwendigste beschränkt, damit Auswirkungen der neuen Jagdzeiten gut beurteilt werden können.

Neue Jagdzeiten im September
Die Hochjagd 2007 dauert wie folgt: 1.-9. und 17.-28. September. Mit den neuen Jagdzeiten und dem Unterbruch wird versucht, die Hirschstrecke im September zu erhöhen. Dies auch, um die viel diskutierte Sonderjagd im Spätherbst zu entlasten.
Weitere Neuerungen, die auf der Grundlage der teilrevidierten Jagdgesetzgebung umgesetzt werden können, sind das persönliche Einschiessen der Jagdwaffen und der erleichterte Motorfahrzeuggebrauch für Jäger mit einer schweren direkten Gehbehinderung.

Gute Hirsch- und Rehbestände
Der Kanton Graubünden beherbergt nach wie vor einen sehr guten Hirschbestand in der Grössenordnung von rund 13'000 Tieren. Um diesen Bestand zu stabilisieren, ist ein Abschuss von 4'190 Tieren notwendig. Die Abschusspläne in den 21 Hirschregionen erfahren nur geringe Anpassungen.
Der letzte milde Winter hat für einen Anstieg der Rehbestände gesorgt. Insbesondere werden wieder vermehrt starke Rehböcke beobachtet.

Eingeschränkte Gämsjagd wegen Gämsblindheit
Im letzten Herbst und im vergangenen Winter mussten im Oberengadin sowie in Mittelbünden viele Gämsen erlegt werden, die an Blindheit erkrankt waren. Mit angepassten Jagdbetriebsvorschriften wird hier der Druck der Gämsjagd vermindert. Sie wird, wie bereits letztes Jahr im angrenzenden Gebiet, um vier Tage verkürzt und das Kontingent auf eine weibliche Gämse reduziert.

Bündner Niederjagd ist nachhaltig
Beim Niederwild wirken sich die milden Sommer der letzten Jahre positiv aus. Sowohl bei den Hasen als auch bei den Hühnervögeln kann die Wildhut gute Bestände bei konstanter oder positiver Entwicklung feststellen. Die Auswertung der Jagdstrecke bildet eine weitere wichtige Datengrundlage für die Jagdplanung des Niederwildes. Aufgrund all dieser Daten kann festgehalten werden, dass die jagdliche Nutzung des Niederwildes in Graubünden nachhaltig ist. Zudem hilft sie mit, die Betreuung der jagdbaren und geschützten Säugetier- und Vogelarten zu finanzieren.

Wenige Änderungen bei den Jagdbetriebsvorschriften
Es wurden nur geringfügige Änderungen an den Jagdbetriebsvorschriften vorgenommen. Damit verbunden ist die Absicht, die Auswirkungen der neuen Jagdzeiten besser beurteilen zu können.

Gremium: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Quelle: dt Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
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