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Erhöhte Luftbelastung in Graubünden im Jahr 2007

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Das Amt für Natur und Umwelt misst seit 20 Jahren die Luftbelastung im Kanton Graubünden. Trotz der allgemeinen technischen Fortschritte sind die Belastungsprobleme in der Atemluft durch Feinstaub und Ozon noch nicht gelöst. Die Belastung war denn auch im vergangenen Jahr bei diesen Luftschadstoffen erhöht und die Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung wurden überschritten. Besonders im Winter traten hohe Feinstaubbelastungen auf. Im April und Juli 2007 war zudem die Ozonbelastung stark erhöht. In Strassennähe und in Ortschaften mit vielen Holzheizungen enthält die Atemluft besonders viel Russ. Der negative Einfluss von Luftschadstoffen auf die Gesundheit des Menschen ist unbestritten. Russ aus der Verbrennung von Diesel und aus Holzfeuerungen ist dabei besonders gefährlich, weil er im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen.
Die Luftmessdaten 2007 sind in der neusten Umwelt-Info 1/08 zusammengefasst und werden durch Informationen über Massnahmen unter anderem aus den Bereichen Verkehr und Holzfeuerungen ergänzt. Die Umwelt-Info 1/08 ist im Internet unter www.umwelt-gr.ch publiziert.
Um den Schadstoffausstoss weiter zu senken, hat das Amt für Natur und Umwelt 2007 eine Fortschrittskontrolle für die bestehenden Luftreinhalte-Massnahmen durchgeführt und die künftigen Handlungsfelder im Massnahmenplan Kanton Graubünden aufgezeigt. Mit praxisorientierten und effizienten Massnahmen sind die Voraussetzungen für die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der Luftreinhalteverordnung geschaffen worden. Zusätzlich zum Handlungsbedarf im Verkehr, sind Massnahmen bei der Verbrennung von Holz in Klein- und in Industriefeuerungen sowie bei der Verbrennung von Holzabfällen im Freien nötig. Aber auch Arbeiten im Freien unter anderem auf Baustellen, beim Materialabbau und in der Landwirtschaft sind bedeutende Quellen der Luftbelastung. Massnahmen sind auch bei der Förderung von Dieselpartikelfiltern und bei der Kontrolle von Holzfeuerungen vorgesehen. Bei stark erhöhter Feinstaub- und Ozonbelastung sind Sofortmassnahmen geplant.

Gremium: Amt für Natur und Umwelt
Quelle: dt Amt für Natur und Umwelt
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