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Gute Wildbestände erfordern intensive Jagd

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Die Regierung hat die Jagdbetriebsvorschriften 2008 genehmigt. Diese sehen geringfügige Anpassungen bei der Hirsch-, Reh- und Gämsjagd vor. Dadurch sollen die guten Wildbestände in Graubünden mit der Jagd reguliert und nachhaltig genutzt werden. Die Jagdzeiten für die Hochjagd 2009 wurden ebenfalls festgelegt.

Seit Jahren werden im Kanton Graubünden die Hirsche im Frühling systematisch erfasst. In diesem Jahr wurden 11'554 Hirsche gezählt, so viele wie noch nie seit 1987. Der Frühlingsbestand wird auf rund 14'000 Tiere geschätzt. Der Abschussplan wurde gegenüber dem Vorjahr angepasst und sieht einen Abschuss von 4'450 Hirsche vor. Nur mit der konsequenten Umsetzung dieses Planes kann der Hirschbestand stabilisiert werden. Dazu dürfte in verschiedenen Regionen im Spätherbst eine Feinregulierung mit der Sonderjagd notwendig werden.

Auch das Rehwild hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Rehjagd wird deshalb wieder auf 21 Tage, das heisst auf die ganze Hochjagd ausgedehnt. In schneereichen beziehungsweise kalten Wintern sind hauptsächlich bei den Rehkitzen überdurchschnittlich hohe Fallwildzahlen zu verzeichnen. Dies belegt, dass eine ungenügende Bejagung der Rehkitze zu erhöhten Wintersterben führt. Anzustreben ist deshalb ein konsequentes Bejagen der Rehkitze während der Sonderjagd im Spätherbst.

Im letzten Herbst und im vergangenen Winter hat sich die Gämsblindheit bis zum Calanda ausgebreitet. Neu werden deshalb - neben den bisher betroffenen Regionen - auch im Gebiet Calanda Einschränkungen bei der Gämsbejagung eingeführt. Im Gebiet Surselva-Calanda wird die Jagd auf weibliche Gämsen um drei Tage gekürzt. Im Gebiet Mittelbünden-Schams-Avers-Bregaglia-Oberengadin gilt diese Einschränkung auch für männliche Tiere.

Mit den Jagdbetriebsvorschriften 2008 hat die Regierung bereits auch die Jagdzeiten für die Hochjagd 2009 verbindlich festgelegt. Diese wird vom 1. bis und mit 13. September 2009 sowie vom 21. bis und mit 28. September 2009 durchgeführt.

Gremium: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Quelle: dt Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
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