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Gute Wasserqualität in Oberengadiner Seen: Ungeklärter Fangrückgang

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Das kantonale Amt für Natur und Umwelt hat die Wasserqualität in den Oberengadiner Talseen untersucht. Es sollte herausgefunden werden, ob eine schlechtere Wasserqualität für weniger Fischfänge verantwortlich ist. Die Resultate geben keinen Hinweis darauf.

An den Oberengadiner Talseen wurden laut der kantonalen Fischfangstatistik zwischen 2004 und 2007 bis zu 60 Prozent weniger Seesaiblinge gefangen. Die Fangquote ist seither auf tiefem Niveau stabil. Im Silsersee wurde zu Beginn versucht, mit fischereilichen Untersuchungen herauszufinden, was die Gründe für diesen Rückgang sein könnten. Es zeigte sich, dass die Seesaiblinge gesund sind, ein gutes Wachstum aufweisen und in allen Grössenklassen vorhanden sind.
Mit gewässerökologischen Untersuchungen sollte daraufhin abgeklärt werden, ob eine schlechtere Wasserqualität für den Fangrückgang verantwortlich sein könnte. Im Oktober 2013 und im laufenden Jahr wurden im Auftrag des Amtes für Natur und Umwelt seit 1993 erstmals wieder Messungen in den Oberengadiner Talseen durchgeführt. Das Ergebnis: Das Wasser in den Oberengadiner Seen hat eine mit früher vergleichbare, beziehungsweise an einigen Stellen sogar eine verbesserte Qualität. Der Silsersee und der Silvaplanersee haben eine sehr gute Wasserqualität mit einem ausreichenden Sauerstoffgehalt bis zum Seegrund. Im Champfèrersee und im St. Moritzersee sind die Belastungen mit Phosphor deutlich zurückgegangen, jedoch besteht in beiden Seen weiterhin ein Sauerstoffdefizit im Tiefenwasser. Der beobachtete Fangrückgang kann aber grundsätzlich nicht mit einer schlechteren Wasserqualität erklärt werden. Um weitere Erkenntnisse zu erlangen, werden die Seen zusätzlich gewässerökologisch untersucht. Insbesondere zum Plankton als Nahrungsbasis für die Fische sind weitere Abklärungen notwendig. 
 

Beilage:
Bericht "Aktuelle Untersuchungsergebnisse zur Wasserqualität in den Oberengadiner Talseen" 
 

Auskunftsperson:
Marco Lanfranchi, Amt für Natur und Umwelt, Tel. 081 257 29 46, E-Mail Marco.Lanfranchi@anu.gr.ch  
 

Gremium: Amt für Natur und Umwelt
Quelle: dt Amt für Natur und Umwelt
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