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Im Kanton Graubünden wohnten per 31.12.2015 196 610 ständige Einwohner, 724 mehr als ein Jahr zuvor. Wie in den Vorjahren ist der Anstieg fast ausschliesslich auf das Wachstum der ausländischen Wohnbevölkerung zurückzuführen.

Entwicklung der letzten Jahre setzt sich fort
Graubünden konnte auch 2015 an ständiger Wohnbevölkerung dazugewinnen, die Wachstumsrate von 0,4 Prozent ist allerdings etwas tiefer als in den Vorjahren. Im Vergleich zur Schweiz (1,1 Prozent) fiel das Wachstum in Graubünden 2015 erneut bescheiden aus, einzig der Kanton Uri verzeichnete eine weniger dynamische Entwicklung. Die höchsten Wachstumsraten wurden demgegenüber 2015 ähnlich wie in den letzten Jahren in den Kantonen Zug, Genf und Waadt verzeichnet.

Wachstum in Graubünden vor allem entlang der zentralen Achsen
Die Regionen Imboden, Landquart und Moesa trugen 2015 prozentual am stärksten zum Bevölkerungswachstum in Graubünden bei. Im Gegensatz dazu wohnten Ende 2015 in den Regionen Maloja, Bernina sowie Prättigau/Davos etwas weniger Personen als ein Jahr zuvor.

Ständige Wohnbevölkerung am 31.12.2015 nach Regionen sowie prozentuale Veränderungen 2015
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Quelle: Bundesamt für Statistik (STATPOP)

Die Bevölkerung der Stadt Chur wuchs im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent, die Stadt zählt neu 34 652 ständige Einwohner. Von den zwei Dutzend grössten Gemeinden gewannen Trimmis, Bonaduz und Felsberg prozentual am meisten Einwohner dazu, während St. Moritz, Arosa und Klosters-Serneus in dieser Gruppe die höchsten Einbussen verzeichneten.

Divergierende langfristige Entwicklungen
Bevölkerungsstruktur und längerfristige Entwicklung unterscheiden sich zwischen den Bündner Regionen deutlich. Wachstumstreiber in den letzten zehn Jahren waren vor allem die Regionen Imboden und Landquart mit Zuwächsen im zweistelligen Prozentbereich. In der Regel weisen Regionen mit geringer oder gar negativer Dynamik auch demographisch ungünstigere Altersstrukturen mit einem relativ hohen Anteil älterer Personen auf.

Alterskennzahlen 2015 sowie Veränderung der Ständigen Wohnbevölkerung nach Regionen, 2005–2015
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Quelle: Bundesamt für Statistik (STATPOP)

Jugendquotient: Anzahl 0-19-Jährige je 100 20-64-Jährige
Altersquotient: Anzahl 65-Jährige und Ältere je 100 20-64-Jährige

Wachstum nur bei ausländischer Bevölkerung
Im Gegensatz zur praktisch stagnierenden Schweizer Wohnbevölkerung ist die ausländische Wohnbevölkerung auch 2015 vergleichsweise stark um 1,5 Prozent gewachsen, neu zählt Graubünden 35 921 ständige ausländische Einwohner. Die deutlich grösste Gruppe bilden weiterhin die portugiesischen Staatsbürger (9542), gefolgt von den deutschen (7611) und italienischen (6320) Einwohnern. Insgesamt haben Menschen aus 130 verschiedenen Nationen ihren Wohnsitz in Graubünden.

Etwas weniger Geburten und mehr Todesfälle
Im letzten Jahr wurden in Graubünden 1748 Kinder geboren, 55 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Geburten übertraf somit nur leicht die Anzahl Todesfälle, welche gleichzeitig auf 1734 anstieg. Knapp 80 Prozent der Mütter waren bei der Geburt verheiratet.

Weiter wurden im letzten Jahr 928 Heiraten und sechs eingetragene Partnerschaften registriert, 360 Ehen wurden in Graubünden geschieden. Diese Werte fielen in ähnlicher Grössenordnung aus wie in den Jahren zuvor.

Die aktualisierten, detaillierten Bevölkerungsbestände für alle Gemeinden und Regionen sowie weitere Informationen sind auf der Homepage des Amtes für Wirtschaft und Tourismus (Statistik und Register) aufgeschaltet.


Auskunftsperson:
Patrick Casanova, Leiter Statistik und Register, Tel. 081 257 23 74,
E-Mail Patrick.Casanova@awt.gr.ch


Gremium: Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden
Quelle: dt Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden
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