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Regierungsmitteilung vom 29. November 2018

Die Regierung erteilt der PHGR einen Auftrag für eine neue berufsbegleitende Ausbildung für die Sekundarstufe I und sie erneuert den Leistungsauftrag mit Graubünden Ferien. Zudem bewilligt sie ein Strassenprojekt für die Instandsetzung der Brienzerstrasse.

Neue berufsbegleitende Ausbildung für Sekundarstufe I an der PHGR
Der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR) wird der Auftrag erteilt, in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule St. Gallen vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2022 die berufsbegleitende Ausbildung zur Lehrperson für die Sekundarstufe I durchzuführen. Diese Ausbildung richtet sich an Lehrpersonen, welche auf der Sekundarstufe I mit einem stufenfremden Diplom unterrichten oder einen Stufenwechsel von der Primarstufe auf die Sekundarstufe I anstreben.
Für viele Schulgemeinden im Kanton ist es nach wie vor schwierig, stufengemäss ausgebildete Lehrpersonen für die Sekundarstufe I zu finden. Für Primarlehrpersonen ist es zurzeit nur möglich, sich berufsbegleitend an den Pädagogischen Hochschulen Zürich und St. Gallen zur Lehrperson für die Sekundarstufe I nachzuqualifizieren. Insbesondere für Primarlehrpersonen aus den peripheren Regionen Graubündens ergeben sich sehr lange Reisezeiten, weshalb nur wenige dieses Angebot beanspruchen. Die Vorabklärungen der PHGR im Frühjahr 2018 haben ergeben, dass derzeit 62 Personen Interesse an einer solchen Ausbildung haben.

Graubünden Ferien erhält neuen Leistungsauftrag für 2019–2022
Die Regierung erneuert den Leistungsauftrag mit dem Verein Graubünden Ferien (GRF) für die Jahre 2019–2022. GRF wird ein ordentlicher Kantonsbeitrag von weiterhin jährlich 6 Millionen Franken und neu ein kantonaler Zusatzbeitrag von 0,5 Million Franken für das Jahr 2019, respektive je 1 Million Franken für die Jahre 2020 bis 2022 gewährt.
Der Kantonsbeitrag wird erhöht, damit Massnahmen im Bereich der Internationalisierung umgesetzt werden können. GRF will erfolgreich die Fernmärkte-Bearbeitung (Golfstaaten, China, USA) aufbauen. Der Tourismus zählt hinsichtlich Arbeitsplätze und Wertschöpfung weiterhin zu den bedeutendsten Säulen der Bündner Volkswirtschaft. Der Verein GRF spielt dabei bei destinationsübergreifenden, vermarktungsnahen und gästeorientierten Aktivitäten eine zentrale Rolle. Mit dem neuen Leistungsauftrag wird sichergestellt, dass GRF ab Januar 2019 die laufenden Tätigkeiten umsetzen kann und eine mittelfristige Massnahmenplanung ermöglicht wird.

Brienzerstrasse wird saniert
Die Regierung genehmigt das Strassenprojekt für die Instandsetzung der Brienzerstrasse, mit einigen Auflagen und spezialrechtlichen Bewilligungen. Die Brienzerstrasse erschliesst die Fraktion Brienz/Brinzauls der Gemeinde Albula/Alvra mit dem Kantonsstrassennetz. Das vorliegende Projekt beginnt kurz nach der Ortschaft Brienz und erstreckt sich bis zum Parkplatz der Ruine Belfort. Die Brienzerstrasse durchquert ein aktives Rutschgebiet. Die Verschiebungen führen regelmässig zu Schäden am Trassee. In den letzten Jahren wurden auf dieser Strecke nur die notwendigen Unterhaltsarbeiten ausgeführt. Die Strasse befindet sich gegenwärtig in einem sehr schlechten Zustand. Mit dem vorliegenden Projekt soll die Brienzerstrasse mit dem für diese Strasse festgelegten Ausbaustandard saniert werden. Die bestehende Strassenbreite variiert zwischen 5,4 und 5,7 Meter. Neu soll die Strasse auf eine Breite von 5,8 Meter ausgebaut werden. Mit der geplanten Sanierung ist vorgesehen, den gesamten Oberbau zu erneuern sowie die Geometrie in den "verrutschten, abgesackten" Bereichen zu optimieren. Damit die Entwässerung durchgehend funktioniert, wird die defekte Sicker- und Transportleitung komplett ersetzt. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf 950 000 Franken.
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Kantonsbeitrag für die ökologische Aufwertung von Gewässern in Cazis
Der Gemeinde Cazis wird ein Kantonsbeitrag von maximal 1,3 Millionen Franken an die ökologische Aufwertung der Zuleitung Munté und des Abzugskanals zugesichert. In den Jahren 2013/14 wurde für die Talgewässer von Cazis eine Gesamtschau zur ökologischen Aufwertung durchgeführt. Das vorliegende Projekt setzt einen Teil der vorgeschlagenen Massnahmen um. Das Projekt umfasst die Gewässer Ausleitung Cazner Bach, Zuleitung Munté und Abzugskanal bis zum Durchlass zur Klinik Beverin. Es werden sowohl ökologische wie auch wasserbauliche Ziele verfolgt wie beispielsweise eine ausreichende Wasserzufuhr zum Schutzgebiet Munté, eine Bewässerung für die Landwirte sowie einen adäquaten Hochwasserschutz.


Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden