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Externer Bericht zur Auslegeordnung in der Mütter- und Väterberatung liegt vor

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Aufgrund anhaltender Unstimmigkeiten in der Organisation der Mütter-und Väterberatung hat das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit (DJSG) eine externe Institution mit der Durchführung einer Auslegeordnung beauftragt. Regierungsrat Peter Peyer informierte die Betroffenen heute über die Ergebnisse des Berichts.

Seit 2016 ist der Kanton zuständig für die unentgeltliche Beratung der Mütter und Väter beziehungsweise der erziehungsberechtigten Personen in der Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern. Die Regierung hat den Verein KJBE (Fachstelle für familienergänzende und familienunterstützende Angebote) mit dem Auftrag zur Durchführung der Mütter-und Väterberatung (MVB) im Kanton Graubünden betraut.

Aufgrund anhaltender Unstimmigkeiten in der Organisation der MVB hat das DJSG Ende Februar 2019 die unabhängige Beratungsfirma Conaptis GmbH mit Sitz in Zürich beauftragt, eine fundierte Analyse der aktuellen Situation bei der Mütter- und Väterberatung des Kantons Graubünden durchzuführen. Die Ergebnisse aus den zur Erstellung der zur Analyse geführten Gespräche mit den Beteiligten wurden dem DJSG in einem Bericht vorgelegt. Das DJSG hat die Beraterinnen heute bezüglich der Ergebnisse informiert.

Der unabhängige Bericht kommt zum Schluss, dass die Unstimmigkeiten bei der Mütter- und Väterberatung bereits im Vergabeprozess des Leistungsauftrags ihren Anfang genommen hatten. Bei allen Beteiligten wurden Verletzungen hervorgerufen, welche bis heute nicht abgeheilt seien. Im Bericht wird weiter ausgeführt, dass sowohl Vorstand und Leitung wie auch die Mütter- und Väterberaterinnen viel unternommen hätten, um die Situation bei der Mütter- und Väterberatung zu verbessern. Alle hätten nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und aus ihrer Optik das Richtige getan. Von Beginn an seien immer wieder Optimierungen und Anpassungen angestrebt und umgesetzt worden. Gleichwohl hätten sich das Befinden und die Zufriedenheit nicht verbessert. Es sei eine Dynamik und Ratlosigkeit entstanden, welche für alle Beteiligten sehr belastend seien und das Befinden empfindlich beeinträchtigten. Der Bericht führt zum Schluss, dass eine Verbesserung der Situation nur durch einen erkennbaren Neustart zu gewährleisten ist.

Das DJSG hat im Anschluss an die Präsentation der Berichtsergebnisse alle Beteiligten zu den notwendigen Massnahmen für einen solchen erkennbaren Neustart befragt. Die Beratungsfirma Conaptis GmbH wird diese Rückmeldungen in einem nächsten Schritt zuhanden des Departements auswerten und zusammenstellen. Im Anschluss wird das Departement die entsprechend notwendigen Massnahmen in die Wege leiten. Im Vordergrund steht für das DJSG auch während diesem nächsten Prozessschritt die Sicherstellung einer hochstehenden Beratungsqualität für die Familien in Graubünden.


Auskunftsperson:

Regierungsrat Peter Peyer, Vorsteher Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit, Tel. 081 257 25 01, E-Mail Peter.Peyer@djsg.gr.ch


Gremium: Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit
Quelle: dt Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit
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