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Rehkitzrettung mit Drohnen erfolgreich

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Dieses Frühjahr wurden zum ersten Mal grossflächig mit Wärmebildkameras ausgerüstete Drohnen zur Rehkitzrettung eingesetzt. Mit grossem Einsatz der Bündner Jägerschaft und der Landwirte konnten so 448 neugeborenen Rehe gefunden und vor dem möglichen Mähtod gerettet werden. Von Ende Mai bis anfangs Juli sind 1123 Einsätze geflogen worden.

Auf Grund der Erfahrungswerte der Wildhüter und der zuständigen Fachleute der diversen beteiligten Sektionen des Bündner Kantonalen Patenjäger-Verbands (BKPJV) kann davon ausgegangen werden, dass sich der Erfolg beim Auffinden von Rehkitzen vervielfacht hat. Dank des Erfolgs ist nun angedacht, dieses Projekt im Jahr 2020 auf weitere Regionen auszudehnen und entsprechend weitere Drohnen anzuschaffen.

Ausbau nach erfolgreichem Test
Nach den ersten erfolgreichen Versuchen im Sommer 2018 im Unterengadin wurde das Projekt auf weitere Gebiete des Kantons ausgedehnt. Das Amt für Jagd und Fischerei und der Naturpark Beverin haben gemeinsam weitere Technik zur Auffindung der Rehkitze zur Verfügung gestellt. Es wurden 19 Drohnen angeschafft und diese auf die Regionen Prättigau-Herrschaft, Fünf Dörfer, Untere Surselva, Heinzenberg-Domleschg, Schams, Safien, Obervaz-Tiefencastel, Unterengadin-Münstertal und Unterengadin-Samnaun verteilt. Für diese sind insgesamt 23 Sektionen des BKPJV zuständig.

Freiwilliger Einsatz der Jägerschaft
Die Drohnenpiloten und deren Helfer rekrutieren sich grossmehrheitlich aus den Sektionen der betroffenen Regionen. 150 Piloten wurden ausgebildet. Je nach Region koordinieren die Sektionen, der zuständige Wildhüter und der entsprechende Landwirt die Einsätze zusammen oder die Sektionen übernehmen dies in Eigenregie. Die Jägerschaft hat dazu eigens einen Pikettdienst eingerichtet. Ohne die Bereitschaft der Jägerinnen und Jäger und die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft wäre das Projekt nicht zu verwirklichen gewesen.

Ergänzung, aber kein Ersatz
Diese Suchmethode mit den Drohnen ist aber weiterhin als Ergänzung zur konventionellen Methoden gedacht, welche nach wie vor Bestand hat. Bei der herkömmlichen Rettung von Rehkitzen suchen die Landwirte und die Jägerschaft gemeinsam die Wiesen und Weiden zu Fuss ab. Dabei wird mit dem Aufstellen von Scheuchen, dem Einsatz von Duftstoffen und dem Suchen mit Menschenketten versucht, die Rehkitze zu finden und zu markieren oder aus dem Feld zu vertreiben. Wegen der guten Tarnung der Tiere werden dabei aber immer wieder Rehkitze übersehen.

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Auskunftspersonen:
- Dr. Adrian Arquint, Vorsteher Amt für Jagd und Fischerei, Tel. 081 257 38 92, E-Mail Adrian.Arquint@ajf.gr.ch
- Markus Egle, Projektleiter Amt für Jagd und Fischerei, Tel. 079 335 43 44, E-Mail Markus.Egle@ajf.gr.ch
- Hansruedi Andreoli, Hegepräsident BKPJV, Tel. 077 535 45 52, E-Mail hr.andreoli@bluewin.ch


Gremium: Amt für Jagd und Fischerei
Quelle: dt Amt für Jagd und Fischerei
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