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In die Landschaft eingepasst - Ein neues Wahrzeichen auf dem Berninapass

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Auf dem Berninapass wird heute der neue Unterhaltsstützpunkt des Tiefbauamts Graubünden, Bezirk 3, offiziell eingeweiht.

Der Strassenunterhalt der Kantonsstrasse, welche über den Berninapass führt und das Oberengadin mit dem Puschlav verbindet, wird durch das Tiefbauamt (TBA) bewerkstelligt. Auf dem Berninapass, dessen Scheitelhöhe auf 2328 Meter über Meer liegt, steht nun den Mitarbeitern das neue Gebäude des Unterhaltsstützpunkts für einen effizienten und wirtschaftlichen Strassenunterhaltsdienst im TBA Bezirk 3 zur Verfügung.

Winteroffenhaltung als Herausforderung
Bis in die 1960er Jahre war die Kantonsstrasse im Winter aufgrund der extremen Witterungslagen und der Schneeverhältnisse jeweils geschlossen. Ab dem Jahr 1965 waren die Gemeinden Brusio und Poschiavo ermächtigt, die zum Kantonsstrassennetz gehörende Passstrasse ganzjährig, also auch im Winter, für den motorisierten Verkehr offen zu halten. Seit 2007 ist der Kanton ganzjährig für den Unterhalt zuständig und somit auch für die Winteroffenhaltung. Die bisher für die Sicherstellung dieser Aufgabe genutzten Räumlichkeiten konnten den heutigen Anforderungen für einen effizienten und wirtschaftlichen Strassenunterhaltsdienst an der Berninapassstrasse jedoch nicht mehr genügen. Deshalb erfolgte im Frühling 2018 der Spatensicht für einen Neubau des Unterhaltsstützpunkts.

Rücksicht auf den Standort in einer besonderen Landschaft
Der Standort des Unterhaltstützpunkts befindet sich im Einzugsgebiet einer der 12 UNESCO Weltkulturerbestätten der Schweiz. Das Ergebnis des Projektwettbewerbs von 2016 wurde ab 2017 umgesetzt und innert 16 Monaten Bauzeit vollendet. Die Natur mit ihrer speziellen Topografie ist Grundlage des Entwurfs und Bestandteil des Projekts. Durch eine geschwungene Sichtbetonfassade und den freistehenden Siloturm wird dieser Ort an der Berninastrasse kurz vor der Passhöhe neu definiert. Die bogenförmige Anordnung der Werkhofräume erlaubt es, eine vorhandene Geländekammer so zu nutzen, dass möglichst wenig Fels abgebaut oder Aushub entfernt werden muss. Alle Räume, die hinter der geschwungenen Fassadenwand liegen, sind erdüberdeckt. Mit der Überschüttung wird die prägnante Topografie wiederhergestellt. Die erfolgreiche Renaturierung wurde durch eine umwelt- und bodenkundliche Baubegleitung während der Bauphase gewährleistet.

Sowohl die architektonische Qualität als auch die technische und wirtschaftliche Logik vereinen ein Gesamtprojekt mit hoher Nutzungsqualität. Durch den Neubau des Unterhaltsstützpunktes werden die räumlichen Verhältnisse und die Voraussetzungen für einen effizienten und wirtschaftlichen Strassenunterhaltsdienst im TBA Bezirk 3 für die Zukunft neu ausgerichtet. Die Siloanlage mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 400 Kubikmetern für Salz und Splitt garantiert die Versorgung des erfolgreichen Winterdienstes vor Ort.

Camera Obscura – touristisches Potenzial
Als eine der Öffentlichkeit zugängliche Attraktion können Besucherinnen und Besucher in den Sommermonaten die Landschaft aus der speziellen Perspektive der Camera Obscura auf dem Siloturm erleben. Poschiavo Turismo bietet jeweils halbstündige Führungen an. Die Urform der Camera Obscura – mit einem kleinen simplen Loch in der Wand – bietet dem Betrachter die ganz spezielle Projektion des Cambrena – Berninamassivs in dem zylindrischen Innenraum. Die Camera Obscura konnte dank Beiträgen privater und öffentlicher Institutionen realisiert werden.

Tag der offenen Tür
Am Samstag, 5. Oktober 2019, von 10:00-15:00 Uhr kann der Unterhaltsstützpunkt und die Camera Obscura besichtigt werden.

Fotobeilagen:
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Weitere Fotobeilagen


Auskunftspersonen:
- Dr. Mario Cavigelli, Regierungsrat, Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement, Tel. 081 257 36 01, E-Mail Mario.Cavigelli@bvfd.gr.ch
- Markus Dünner, Kantonsbaumeister, Hochbauamt, Tel. 081 257 36 31, E-Mail Markus.Duenner@hba.gr.ch
- Reto Knuchel, Kantonsingenieur, Tiefbauamt Tel. 081 257 37 01, E-Mail Reto.Knuchel@tba.gr.ch


Gremium: Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement
Quelle: dt Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement
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