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Regierungsmitteilung vom 12. Dezember 2019

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Die Regierung will den Trailrunning-Sport als attraktives Tourismusangebot vorantreiben. Zudem spricht sie Kantonsbeiträge für einen einzigartigen Baumwipfelpfad in Laax und für die weltweit beachtete Klimaforschung in Davos.  

Graubünden wird zur Trailrunning-Destination

Die Regierung gewährt der Zenit run GmbH an das Projekt "graubündenTRAILRUN" im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) einen Beitrag von insgesamt 1,5 Millionen Franken. Der NRP-Beitrag geht je zur Hälfte zulasten des Bundes und des Kantons. Mit dem Projekt "graubündenTRAILRUN" soll der Kanton Graubünden die Potenziale des Trailrunning-Sports ausschöpfen und sich als Trailrunning-Region positionieren. Damit leistet "graubündenTRAILRUN" einen Beitrag zur Stärkung des touristischen Gesamtsystems und bietet dem Kanton die Chance, in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Im Rahmen des Projekts wird in den Jahren 2020 bis 2023 mit verschiedenen Massnahmen zusammen mit interessierten Partnern in Graubünden ein attraktives Angebot aufgebaut. Der Fokus liegt auf der Erarbeitung von Grundlagen und Umsetzungskonzepten, die es den beteiligten Partnern ermöglicht, den Trailrunning-Tourismus effizient zu bearbeiten. Durch die Nutzung von Synergien und Fachwissen sowie durch gezielte Koordination zwischen Partnern und Leistungsträgern soll eine Entwicklungsdynamik ausgelöst werden. Der Kanton Graubünden hat grosses Interesse, das Projekt eng zu begleiten, um die bereits gemachten Erfahrungen – unter anderem mit graubündenBIKE und graubündenHIKE – bestmöglich nutzen zu können.

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©Zenit run GmbH

Einzigartiger Baumwipfelpfad in Laax

Die Regierung unterstützt gemeinsam mit dem Bund den Bau eines Baumwipfelpfads in Laax. Dazu spricht sie einen Kantonsbeitrag in der Höhe von einer Million Franken, davon rund 348 000 Franken als Äquivalenzleistung zum Bundesdarlehen (2 Millionen Franken) im Rahmen der Neuen Regionalpolitik. Bereits vor einer Woche hat die Regierung die für das Projekt erforderliche Teilrevision der Ortsplanung der Gemeinde Laax genehmigt.

Mit dem Baumwipfelpfad schafft die Gemeinde Laax ein einzigartiges Angebot, das den Besucherinnen und Besuchern die Natur und die Landschaft auf eine spezielle Weise näherbringt. Durch die Linienführung von Murschetg nach Laax Dorf können die bestehenden touristischen Angebote der Destination miteinander verbunden und Synergien genutzt werden. Der Ein- und Ausstieg ist mit einem Lift ausgestattet, womit dieses touristische Angebot von allen Generationen und auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen genutzt werden kann. Die Gesamtkosten des rund 1,6 Kilometer langen Baumwipfelpfads betragen insgesamt rund 7,5 Millionen Franken.

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©Gemeinde Laax

Kantonsbeiträge für die Klimaforschung

Die Regierung gewährt dem Schweizerischen Forschungsinstitut für Hochgebirgsklima und Medizin Davos (SFI) zugunsten des Physikalisch-Meteorologischen Observatoriums Davos/World Radiation Center (PMOD/WRC) für die Jahre 2020 bis 2023 einen jährlichen Kantonsbeitrag von rund 509 000 Franken. Voraussetzung für diese Kantonsbeiträge sind die jährlichen Beiträge des Bundes sowie der Gemeinde Davos.

Zudem gewährt die Regierung der SFI einen Kantonsbeitrag zur Mitfinanzierung der stärkeren Zusammenarbeit zwischen dem PMOD/WRC und der ETH Zürich. Dieser ist gebunden an die Anstellung der Direktorin des PMOD/WRC als affiliierte Professorin an der ETH Zürich. Die affiliierte Professur steht nur ausgewählten Persönlichkeiten einer in- oder ausländischen Forschungsinstitution zu, welche im Rahmen eines institutionellen Zusammenarbeitsvertrags mit einem kleinen Beschäftigungsgrad an einer ETH tätig sein können. Für das Jahr 2019 wird ein Betrag von 140 000 Franken ausgerichtet. Für das Jahr 2020 werden 240 000 Franken zugesichert.

Die Forschungsaktivitäten des PMOD/WRC sind zentral, um Veränderungen des Klimas wissenschaftlich nachweisen zu können. Das SFI hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auf die Erforschung des Sonneneinflusses konzentriert und wurde in diesem Bereich weltführend in der Experiment- und Instrumentenentwicklung. Mit der Anstellung der neuen Direktorin des PMOD/WRC, Prof. Dr. Louise Harra, einer international höchst anerkannten Solarphysikerin, und ihrer gleichzeitigen Wahl durch den ETH-Rat als affiliierte Professorin an der ETH Zürich, wird der Grundstein für eine noch stärkere Einbindung des PMOD/WRC in die nationale und internationale wissenschaftliche Gemeinschaft gelegt.

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©PMOD/WRC

Graubünden soll bei der Bekämpfung der Mafia miteinbezogen werden

Die Regierung beantragt in einem Schreiben an den Bundesrat, dass die italienischsprachigen Gebiete des Kantons Graubünden in den Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung der Mafia aufgenommen werden. Der Aktionsplan soll auf das Tessin ausgerichtet werden, da gemäss Bundesrat das Risiko mafiöser Aktivitäten in den südlichen Grenzkantonen, vor allem im Tessin, hoch ist. Die Bündner Regierung ist jedoch der Ansicht, dass die italienischsprachigen Gebiete des Kantons Graubünden, insbesondere die direkt an den Kanton Tessin angrenzende Region Moesa, ebenfalls von diesen Entwicklungen betroffen sind. Die Region Moesa ist dem Tessin als Wirtschaftsraum zugewandt. Sollte die Region Moesa im Nationalen Aktionsplan nicht berücksichtigt werden, ist zu erwarten, dass sich die organisierte Kriminalität vom Kanton Tessin in die Region Moesa verlagern wird. In etwas geringerem Umfang dürfte dies auch auf die anderen italienischsprachigen Südtäler Bergell und Puschlav zutreffen. Dies wird nicht nur für die betroffenen Regionen problematisch sein, sondern auch die Bekämpfung der organisierten Kriminalität erschweren, welche Sache des Bundes ist. Der Kanton selbst hat seine Anstrengungen in den letzten Jahren schon weiter verstärkt.

Neue Flugrouten beim Heliport Untervaz

Die Regierung nimmt Stellung zum Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) des Bundes betreffend Heliport in Untervaz. Dieser Sachplan legt die Ziele und Vorgaben für die Infrastruktur der Zivilluftfahrt für die Behörden verbindlich fest. Unter anderem sind darin auch der Zweck und die Grundzüge der Nutzung jedes Flugplatzes und Heliports der Schweiz beschrieben.

Ein zentraler Änderungsvorschlag der Regierung betrifft die Anpassung der südlichen An- und Abflugroute beim Heliport Untervaz. Auf der westlichen Nachbarparzelle erstellt die Schweizerische Post in der Industriezone ein regionales Paketzentrum. Aus diesem Grund muss die südliche An- und Abflugroute leicht verschoben werden, so dass kein Konflikt zwischen dem Neubau der Post und der Flugroute besteht. Die Regierung stellt zudem den Antrag, dass die Flugplatzhalterin zu ökologischen Ausgleichsmassnahmen verpflichtet wird. Diese werden aufgrund des Umstands nötig, dass die vorgegebenen An- und Abflugrouten über national und regional bedeutsame Biotope führen. Im Weiteren weist die Regierung auf zwei Gebiete für Windenergieanlagen hin. Sollten sich dort Projekte konkretisieren, wäre zwingend eine Koordination und Abstimmung mit dem Heliport Untervaz respektive mit den An- und Abflugrouten erforderlich.

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©Swiss Helicopter AG

Ausbau der Kantonsstrasse in Martina mit Radstreifen

Die Regierung genehmigt ein Projekt zur Korrektion der Engadinerstrasse im Grenzdorf Martina. Im Zuge der Realisierung des Grenzkraftwerks Inn (GKI) wurde die Engadinerstrasse von der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Martina bis zur Fassung GKI in Ovella in den vergangenen Jahren ausgebaut und beidseitig mit Radstreifen versehen. Nun wird der Ausbau zwischen der Zollstation in Martina und der ARA fortgesetzt. Dies gewährleistet eine sichere Führung des Fahrradverkehrs, den Zusammenschluss des Inntalradwegs beziehungsweise der Via Claudia Augusta (R8) sowie die Anbindung an die Strasse zur Norbertshöhe in Österreich.

Im Rahmen des Projekts wird der rund 500 Meter lange Strassenabschnitt unter anderem verbreitert und mit beidseitigen Radstreifen versehen. Mit dem Strassenausbau kann die Verkehrs- und Betriebssicherheit im Innerortsbereich von Martina wesentlich erhöht werden. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 4,3 Millionen Franken.

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Kanton Graubünden löst Vereinbarungen mit der Fachhochschule Ostschweiz

Die ehemalige Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Chur) wird seit 1. September 2019 unter der Bezeichnung "Fachhochschule Graubünden" geführt und löst sich per 1. Januar 2020 aus der Fachhochschule Ostschweiz. Die verbleibenden drei Teilschulen der FHO (die FHS St. Gallen, die HSR Rapperswil und die NTB Buchs) werden in der Ost – Ostschweizer Fachhochschule (OST) zusammengeführt. Mit der Entflechtung der Fachhochschulstrukturen in der Ostschweiz und der Neustrukturierung der Fachhochschulen im Kanton St. Gallen geht einher, dass der Kanton Graubünden als Mitträger der NTB Buchs ausscheidet, ohne in der zukünftigen OST zu verbleiben. Die Errichtung der OST führt dazu, dass die bestehenden Vereinbarungen mit dem Kanton Graubünden aufzuheben sind. Vor diesem Hintergrund stimmt die Regierung den entsprechenden Aufhebungsvereinbarungen zu.


Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

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