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Am Freitag, 23. Februar 2024, haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden des Calancatals, des Amts für Wald und Naturgefahren (AWN) sowie des Tiefbauamts Graubünden (TBA) zu einem konstruktiven Austausch getroffen. Im Fokus standen das weitere Vorgehen in Bezug auf die Sicherheit und Verfügbarkeit der Calancastrasse sowie die Kommunikation zwischen den kantonalen Ämtern und den Gemeinden.

Die Calancastrasse ist insbesondere im Abschnitt zwischen der Abzweigung Castaneda und der Galerie Segheria Buseno steinschlaggefährdet. 25 Millionen Franken wurden in den vergangenen 30 Jahren bereits in die Sicherung der Strasse im Calancatal investiert – dennoch besteht auch heute noch ein erhöhtes Risiko auf gewissen Streckenabschnitten.
Auch in der Februarsession des Grossen Rats war die Kantonsstrasse mit dem Auftrag von Mitte-Grossrätin Rosanna Spagnolatti ein Thema: Der Grosse Rat hat den Auftrag zur Erhöhung der Sicherheit einstimmig an die Regierung überwiesen. Am Freitag tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden des Calancatals, des AWN sowie des TBA intensiv dazu aus.

Verschiedene Massnahmen werden bereits ab Frühling 2024 umgesetzt
Sobald es die Situation zulässt, wird das TBA in Zusammenarbeit mit dem AWN umgehend verschiedene Sofortmassnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und Verfügbarkeit im Abschnitt zwischen der Abzweigung Castaneda bis zur Segheria Buseno ergreifen. Die Fachleute sind zuversichtlich, im April ein instabiles Felspaket beim Anschluss Buseno abtragen zu können. Der genaue Start dieser Arbeiten ist von den klimatischen Bedingungen abhängig: Solange das Gestein durch Frost-Tau-Prozesse und Niederschläge in Form von Regen oder Schnee instabil ist, ist der Zugang zu den kritischen Stellen gefährlich und die Sicherheit für die Arbeitenden nicht gewährleistet. Bereits seit Beginn des Jahres sind die Aufschüttung eines Schutzdamms beim Anschluss Buseno sowie die Installation von Schutznetzen zum Schutz dieser Baustelle in Planung. Diese Arbeiten sollen ebenfalls noch dieses Jahr ausgeführt werden.
Zusätzlich werden ebenfalls dieses Jahr als mittelfristige Massnahme mehrere instabile Felspartien in der über 300 Meter hohen Felswand über der Calancastrasse abgetragen, gesichert oder überwacht. Die Planung dieser anspruchsvollen Massnahme ist seit Herbst 2023 in Arbeit. Die Ausführung wird bis mindestens 2025 dauern.

1,4 Kilometer langer Tunnel als mögliche Variante zur Gewährleistung der Sicherheit
Wie im Auftrag Spagnolatti gefordert, wird das TBA verschiedene Varianten für Galerien und Tunnellösungen als langfristige Massnahmen erarbeiten. Erste Erkenntnisse haben bereits gezeigt, dass ein Tunnel für eine optimale Schutzwirkung rund 1,4 Kilometer lang sein müsste. Der Realisierungshorizont solcher Schutzbauwerke beträgt in der Regel über 10 Jahre. Bis diese in Betrieb genommen werden könnten, sind aber zusätzliche und in kürzerer Zeit umsetzbare Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit notwendig.

Regelmässiger Austausch für transparente Kommunikation
Bis die ersten Arbeiten im Frühling 2024 umgesetzt sind, können in Ausnahmefällen kurzfristige Sperrungen nicht ausgeschlossen werden. Das TBA wird diese mit so viel Vorlaufzeit wie möglich ankündigen und die Gemeinden bereits vorgängig in die Entscheidungsfindung miteinbeziehen. Zudem soll zukünftig ein regelmässiger Austausch zwischen Kanton und Gemeinden stattfinden, um eine transparente, offene Kommunikation zu gewährleisten.

Auskunftspersonen:

  • Reto Knuchel, Kantonsingenieur, Tiefbauamt Graubünden, Tel. +41 81 257 37 01 / +41 79 629 81 14 (erreichbar am Freitag, 23. Februar von 16.00 bis 18.00 Uhr und am Montag, 26. Februar von 10.00 bis 11.00 Uhr), E‑Mail Reto.Knuchel@tba.gr.ch
  • Rosanna Spagnolatti, Grossrätin Calanca, Tel. +41 79 478 43 07 (erreichbar am Freitag, 23. Februar von 16.30 bis 18.30 Uhr und am Montag, 26. Februar von 10.30 bis 12.00 Uhr), E‑Mail spagnolattirosanna@gmail.com

zuständig: Tiefbauamt Graubünden
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