Der Kanton Graubünden stärkt die Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung. Mit neuen Vorgaben fördert die Regierung eine verantwortungsvolle Beschaffungspraxis, die Ressourcen schont und Prinzipien der Kreislaufwirtschaft berücksichtigt.
Die Kantonspolizei Graubünden geht dabei mit gutem Beispiel voran. In einem Pilotprojekt unter der Leitung des Amtes für Informatik wurden Mobiltelefone erstmals geleast statt gekauft. Nach einer Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren nimmt der Lieferant die Geräte zurück und führt sie über den Secondhand-Markt einer weiteren Verwendung zu. Bei der öffentlichen Ausschreibung wurde die Nachhaltigkeit mit einem Anteil von 30 Prozent an der Gesamtbewertung gewichtet.
Während der fünfjährigen Vertragsdauer werden die Geräte einmal ersetzt. Damit die Handys anschliessend wieder in den Umlauf gebracht werden können, ist ein sorgfältiger Umgang entscheidend. Die rund 580 Mitarbeitenden der Kantonspolizei werden deshalb sensibilisiert, die Akkuladung möglichst auf 80 Prozent zu begrenzen. Dies verlängert die Lebensdauer der Akkus und erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Wiederverwendung der Geräte.
Das Leasingmodell überzeugt nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich. Der Kanton setzt Steuergelder gezielt und haushälterisch ein und profitiert gleichzeitig von einer hohen Budgetklarheit über die gesamte Vertragsdauer.
Michael Huber, Chef Logistik und Technik (rechts) und Michele Donnicola, Chef Informatik der Kantonspolizei Graubünden, besprechen den Zeitpunkt des Geräteaustauschs.