Der Plantahof kann auf eine über 120-jährige Tradition als Bildungsstätte zurückblicken. Die ältesten
Gebäude stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert.
1811
erbaute Thomas Lareda, ursprünglich aus Präz am Heinzenberg, das heutige Hauptgebäude. Als
Zuckerbäcker wurde er in St. Petersburg in Russland sehr wohlhabend. Er kehrte in seine alte Heimat
zurück und widmete sich der Landwirtschaft. Sein Gutshof nach russischem Muster nannten die
Einheimischen schlicht den «Russhof».
1827
trat der Kanton auf Laredas Gesuch nicht ein, den Russhof zu einer Ausbildungsstätte für junge Bündner
Männer aus minder bemittelten Familien evangelischer Herkunft zu machen.
1886
ging der Hof an Rudolf Alexander von Planta über. Der damals 25-jährige Mann betrieb Braunviehzucht
und verfolgte das Ziel, die Berglandwirtschaft zu fördern.
1895
starb Rudolf Alexander von Planta. Er übertrug in seinem Testament den Gutshof dem Kanton
Graubünden. Er verband die Schenkung mit der Forderung, auf seinem Gut stets Braunviehzucht zu
betreiben und eine landwirtschaftliche Schule einzurichten.
1896
wurde die landwirtschaftliche Schule offiziell eingeweiht. Der Stifter wurde namensgebend, so dass der
Ausbildungsbetrieb seither «Plantahof» heisst.
1909
nach der Neugestaltung des Hauptbaus im Jahr 1909 wurde 1953 der neue Schulhaustrakt in Betrieb
genommen.
1972
der landwirtschaftliche Beratungsdienst wird dem Landwirtschaftsamt in Chur unterstellt und von der
landwirtschaftlichen Schule getrennt.
1978
das Internatsgebäude und die Turnhalle kommen zum Gebäudekomplex hinzu.
1992
Das Hauptgebäude wird renoviert. Bei dieser Gelegenheit wird die grosszügige Schenkung von Ursulina Pult eingesetzt. Die Ursulina Pult-Stube ist ein beliebtes Sitzungszimmer im Zentrum des Plantahofs.
Der Kanton kauft den Betrieb Ganda.
2000
Durch den Zusammenschluss von landwirtschaftlichem Beratungsdienst und landwirtschaftlicher Schule
entsteht das landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Plantahof.
2002
Der Plantahof wird nach der ISO-Norm 9001:2000 zertifiziert.
2007
Eröffnung des Bildungscenter Landtechnik und Beginn der gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur durch den Fachverband für Landtechnik Graubünden (heute Agrotec Südost) und durch den Plantahof. Der FVLT Graubünden führt überbetriebliche Kurs und praktische Prüfungen in den Berufen Landmaschinenmechaniker/in, Baumaschinenmechaniker/in und Motorgerätemechaniker/in durch.
2010
Anlässlich des traditionellen Plantahof-Tages wird der neue Weber-Hörsaal eröffnet. Eine grosszügige
Schenkung der Carl Weber-Récoulle-Stiftung ermöglichte die Realisierung dieses Olgiati-Werks.
2014
Inbetriebnahme des neuen Grossviehstalles und Rückbau der alten Stallungen.
2014
Übernahme des Gutsbetriebs Waldhaus in Chur von den Psychiatrischen Diensten Graubünden und
Einrichtung eines Kompetenzzentrums Kleinvieh an diesem Standort.
2021
Das 1958 erbaute Schulhaus nördlich des Hauptgebäudes gelegen und mittels Verbindungsgang erschlossen, konnte nach rund 18 monatiger Sanierungszeit wieder in Betrieb genommen werden. Dank neuer Schulküche kann die Bäuerinnenausbildung noch umfassender am Plantahof angeboten werden.
2023
Im März 2023 wurde die erste von drei Etappen des Neubauprojekts Flora abgeschlossen. Die neue Unterkunft verfügt über 64 moderne Doppelzimmer mit eigenem Bad (auch zur Einzelbelegung) und bietet Platz für bis zu 128 Gäste.

2024
Am 26. April 2024 wurde die zweite Etappe des Projekts Flora mit der Übergabe des Betriebs- und Küchengebäudes abgeschlossen. Die Küche wurde an neue Techniken und Vorschriften angepasst und die Lagerkapazitäten deutlich erweitert. Die vom eigenen Hof bezogenen Lebensmittel können nun optimal gelagert und verarbeitet werden.

2025
Ende März 2025 konnte der neue Speisesaal bezogen werden, im Mai wurde er feierlich eröffnet. Hier geniessen unsere Gäste ihre Mahlzeiten in modernem, einladendem Ambiente, während die Cafeteria zu Pausen einlädt. Der Saal bietet Platz für bis zu 340 Personen. Mit der Eröffnung des Speisesaals wurde das Neubauprojekt Flora abgeschlossen.
