Montag, 16. März 2026, 18.00 Uhr
Kantonsbibliothek Graubünden, Chur
In der deutschsprachigen Schweiz war Hortensia von Salis (1659–1715) zu Lebzeiten eine Berühmtheit. Im letzten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts wurde sie innerhalb der Zürcher Oberschicht zur schweizerischen Vorzeigefrau erklärt. Die Maienfelderin war zehn Jahre lang mit dem Soldoffizier Rudolf Gugelberg von Moos verheiratet. Nachdem er 1692 in einer Schlacht in Flandern ums Leben gekommen war, blieb sie bis an ihr Lebensende verwitwet und kehrte wieder zu ihrem Geburtsnamen zurück.
Hortensia von Salis korrespondierte mit berühmten Theologen, Medizinern und Naturforschern ihrer Zeit. Gleichzeitig engagierte sie sich in den konfessionellen Auseinandersetzungen, betonte dabei mutig das Recht von Frauen, sich in Glaubensfragen öffentlich zu engagieren, und sie betreute mit ihrem medizinischen Können und Wissen Patientinnen und Patienten.
Maya Widmer und Kaspar von Greyerz stellen die reich illustrierte Biografie vor und diskutieren mit dem Historiker Mathias Bugg verschiedene Aspekte des Buches.
Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: info@kbg.gr.ch / 081 257 28 28