Navigation

Seiteninhalt

Naturbedingte Gefährdungen

Da naturbedingte Gefährdungen im Kanton Graubünden relativ häufig vorkommen, finden sich diese in der oberen Hälfte der Risikomatrix wieder. Das Szenario „erheblich“ der Gefährdung Unwetter und das Szenario „gross“ der Gefährdung Erdbeben weisen nach der Pandemie das zweithöchste Risiko aus. Bei einem starken Erdbeben ist mit vielen Toten und Schwerverletzten zu rechnen. Eine Herausforderung wäre auch die hohe Anzahl von Unterstützungsbedürftigen und zu evakuierenden Personen. Die entstehenden Sachschäden und Folgekosten im Fall eines starken Erdbebens wären immens. Verglichen mit dem Schadensausmass eines starken Erdbebens ist das Ausmass der Unwetterszenarien bis zu dreissig Mal geringer. Ausschlaggebender Schadensindikator bei den Unwetterszenarien ist der Indikator „Sachschäden und Folgekosten“. Da mit schwerwiegenden Unwettern wesentlich häufiger zu rechnen ist als mit starken Erdbeben, ist das Risiko der beiden Gefährdungen trotz des Unterschieds beim Schadensausmass vergleichbar.

 

Gefährdungen Erhebliches Szenario    Grosses Szenario
N01 Erdbeben Magnitude 5.3 Magnitude 6.5, analog Churwalden 1295
N02 Hochwasser Hochwasser aufgrund hoher Schmelzwassermengen Szenario „gross“ kaum denkbar, daher kein Szenario erstellt
N03 Rutschungen Rutschung von rund 600k m3 Rutschung von rund 20 Mio. m3
N04 Schneelawine Analog Lawinenwinter 1999 Analog Lawinenwinter 1951
N05 Starker Schneefall Bis 170 cm Neuschnee in zwei Tagen Bis 250 cm Neuschnee in drei Tagen
N06 Stein-, Blockschlag, Fels-/ Bergsturz 7‘000 m3 stürzen auf die Strasse 200k m3 Felssturz
N07 Sturm Böenspitzen bis zu 180 km/h Böenspitzen bis zu 300 km/h
N08  Trockenheit / Waldbrand Analog Brände von 1997 und 2003 rund 100 ha zerstörter Wald Rund 300 ha zerstörter Wald
N09 Unwetter Entspricht knapp dem Unwetter 2002 Intensität analog 2002 bei grösserer betroffener Fläche