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Graubünden arbeitet an einem neuen Altersleitbild

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Der Kanton Graubünden will sein Altersleitbild überarbeiten und konkretisieren. Dazu haben sich Fachleute aus Verwaltung, Verbänden und Organisationen am Donnerstag, 15. April 2010, in Chur zu einer Tagung getroffen. Die Inputs aus den Workshops sollen nun in die Erarbeitung des neuen Altersleitbildes einfliessen. Dieses soll im kommenden Jahr in die Vernehmlassung gegeben werden. Ziel ist es, gemeinsam leitende Prinzipien zur Gestaltung einer fortschrittlichen Alterspolitik für die kommenden 10 bis 15 Jahre festzulegen.

Das geltende Altersleitbild des Kantons geht auf das Jahr 1996 zurück. Es bedarf daher einer Überarbeitung und Konkretisierung. Zu diesem Zweck hat das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit am 15. April 2010 einen Workshop mit Fachleuten organisiert. Rund 30 Personen aus verschiedenen staatlichen und nicht staatlichen Organisationen sind der Einladung gefolgt und haben an der Veranstaltung ihr Fachwissen und ihre Praxiserfahrung eingebracht.

Gemeinsame Stossrichtung verfolgen
Am Vormittag standen drei Inputreferate auf dem Programm. Regierungsrätin Barbara Janom Steiner beschrieb die politische Ausgangslage und Zielsetzungen. Neue demographische und gesellschaftliche Entwicklungen sind bei der Überarbeitung des Altersleitbildes einzubeziehen. Dabei darf die Alterspolitik nicht auf die Diskussion um Versorgungsstrukturen und Inhalte im Bereich der Pflege und Betreuung reduziert werden. Sie muss umfassend und politikübergreifend geführt werden. Das erhebliche Potenzial gesundheitsförderlicher und präventiver Massnahmen wie auch das enorme Können und Wissen der älteren Menschen im Kanton Graubünden gilt es zu nutzen. Zentral für eine erfolgreiche Alterspolitik ist, dass alle Akteure der Alterspolitik und der Altersarbeit eine gemeinsame Stossrichtung verfolgen.
In seinem Referat griff Daniel Zindel, Theologe und Gesamtleiter Stiftung Gott hilft, das Thema "Wertewandel und Alter" auf. Die Journalistin und Buchautorin Dr. Klara Obermüller, referierte über "Lust und Frust des Älterwerdens".

In den anschliessenden Workshops haben die Fachleute die Entwürfe für die neuen leitenden Prinzipien und strategischen Handlungsfelder in der Alterspolitik Graubündens eingehend diskutiert. Durch die unterschiedliche Herkunft der Fachleute entstand eine lebhafte und spannende Diskussion. Dabei konnten interessante Erkenntnisse für die weitere Arbeit gewonnen werden. Viele der Teilnehmenden haben sich bereit erklärt, im Rahmen der Konkretisierung der leitenden Prinzipien in Arbeitsgruppen weiter mitzuarbeiten und das Gesundheitsamt bei der weiteren Arbeit zu unterstützen.

Das neue Altersleitbild soll für die kommenden 10 bis 15 Jahren die leitenden Prinzipien festlegen, an welchen sich alle staatlichen und nichtstaatlichen Akteure im Kanton Graubünden in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich orientieren. Dabei sollen auch konkrete Massnahmen definiert werden, die in den kommenden Jahren realisiert werden können.

Weiteres Vorgehen
Das Gesundheitsamt, das mit der Überarbeitung und Konkretisierung des Altersleitbilds beauftragt ist, wird die Erkenntnisse aus den Workshops nun in die weitere Bearbeitung des Entwurfs einfliessen lassen. Dazu wird das Gesundheitsamt, interdisziplinäre Arbeitsgruppen einsetzen, welche auf Basis der Resultate der Workshops mögliche Massnahmen konkretisieren. In einer nächsten Phase soll das neue Altersleitbild im kommenden Jahr in die Vernehmlassung gegeben werden. Nach der Bereinigung wird die Regierung das neue Altersleitbild verabschieden.


Auskunftspersonen:
- Regierungsrätin Barbara Janom Steiner, Vorsteherin Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit, Tel. 081 257 25 01
- Rudolf Leuthold, Leiter Gesundheitsamt, Tel. 081 257 26 41


Gremium: Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit
Quelle: dt Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit
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