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Ergebnisse der Umfrage Berufs- und Schulwahl der Bündner Schulabgängerinnen und Schulabgänger 2010

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Die seit 2004 jährlich durchgeführte Umfrage "Wie weiter nach der Schule" zeigt für dieses Jahr durchaus ermutigende Resultate. Demnach gelingt 82% der Schülerinnen und Schüler ein nahtloser Übergang von der obligatorischen Schulzeit in eine Berufslehre oder eine weiterführende Schule. Nur 6,1 % der Jugendlichen haben sich zum Zeitpunkt der Befragung bezüglich ihrer Ausbildung noch nicht entschieden oder noch keine entsprechende Lösung gefunden. Für den Sommer 2010 sind im Lehrstellenverzeichnis LENA zurzeit 20% mehr Lehrstellen als offen gemeldet wie im Vorjahr. Dies ist in erster Linie auf die rückläufigen Schülerzahlen sowie auf das nach wie vor gute Lehrstellenangebot zurückzuführen.

Mit rund 70% steigt die Quote der Schülerinnen und Schüler, die sich für eine Berufslehre entschieden haben, über den Durchschnitt der letzten Jahre (rund 65%). Gegenüber ihren Kolleginnen haben sich viel mehr männliche Schulabgänger für den Weg über eine Berufslehre entschieden. Nach wie vor zuoberst auf der Liste der gewählten Lehrberufe beider Geschlechter steht eine kaufmännische Ausbildung. Eine Lehre als Detailhandelsfachfrau EFZ bzw. als Fachfrau Gesundheit EFZ folgt auf den nächsten Plätzen bei den Schulabgängerinnen. Bei den männlichen Jugendlichen gehen die Plätze 2 und 3 an den Elektroinstallateur, gefolgt von Koch EFZ. Beinahe doppelt so viele junge Männer als Frauen planen eine Ausbildung mit Berufsmatura.

Die Klassenlehrpersonen haben auf die Ende April durchgeführte Umfrage 92 Schülerinnen und Schüler gemeldet, welche noch keine Lösung haben. Die Erfahrungen der letzten Jahre stimmen jedoch auch für diese Jugendlichen zuversichtlich. Bis zur Nachbefragung vor Ende dieses Schuljahres dürfte die Zahl der Betroffenen noch stark abnehmen. Dies nicht zuletzt dank der Unterstützung durch die kantonale Berufsberatung und die eingesetzten Coaches.

Für ein Zwischenjahr (10. Schuljahr, Sozialjahr, Praktikum, Sprachaufenthalt oder andere Lösung) haben sich etwa 11% der Befragten entschieden, wobei viel mehr junge Frauen als Männer diese Option gewählt haben. 11% haben sich für eine weiterführende Schule entschieden. Auch in diesem Fall übersteigt die Zahl der jungen Frauen jene der männlichen Schulabgänger.


Auskunftsperson:
Moreno Raselli, Abteilungsleiter Berufs-Studien und Laufbahnberatung, Amt für Berufsbildung, Tel. 081 257 27 61, E-Mail: moreno.raselli@afb.gr.ch  


Gremium: Amt für Berufsbildung
Quelle: dt Amt für Berufsbildung
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