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Früherkennung von Brustkrebs: Start des Mammografie-Screenings im Kanton Graubünden

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Die Krebsliga St.Gallen-Appenzell und das Departement für Justiz Sicherheit und Gesundheit (DJSG) geben heute den offiziellen Start des qualitätskontrollierten Mammografie-Screening-Programms im Kanton Graubünden bekannt. Im Auftrag des DJSG leitet die Krebsliga das Früherkennungsprogramm, welches mit dem Namen <donna> auftritt.

Screening-Mammografie im Rahmen von qualitätskontrollierten Programmen bei Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren gehört zu den wissenschaftlich am besten belegten Früherkennungsmethoden und ist seit 1996 eine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenversicherung. Ende der 90er Jahre sind die ersten Screening-Programme in der Westschweiz eingeführt worden und seit 2010 erhalten auch Frauen im Kanton St.Gallen Zugang zu Früherkennung von Brustkrebs. In enger Anlehnung an das St.Galler Programm wird das Mammografie-Screening-Programm <donna> nun auch im Kanton Graubünden angeboten. Das DJSG hat nach einer öffentlichen Ausschreibung die Krebsliga St.Gallen-Appenzell mit der Ausführung des Früherkennungsprogramms beauftragt. Dies, nachdem der Kanton Graubünden die gesetzliche Grundlage zur Durchführung eines solchen Programms geschaffen und auf den 1. April 2010 in Kraft gesetzt hatte.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken gegen 60 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren im Kanton Graubünden an Brustkrebs. Durchschnittlich 38 Frauen sterben jedes Jahr daran. Brustkrebs ist damit die häufigste Todesursache bei Frauen unter 70 Jahren überhaupt. Systematische Früherkennung im Rahmen eines qualitätskontrollierten Mammografie-Programms senkt die Sterblichkeit nachweislich um bis zu 25 %. Die Heilungschancen sind insbesondere gut bei Tumoren, die noch klein und lokal begrenzt geblieben sind. Der Anteil an Brustkrebs-Patientinnen, bei denen der Brustkrebs noch in einem frühen Stadium entdeckt wurde, ist im Kanton Graubünden geringer als zum Beispiel in Vergleichskantonen mit einem Mammografie-Screening-Programm. Solche kleinen Brustkrebs-Tumoren etwa in der Grösse von bis zu 1 cm Durchmesser können mit dem Mammografie-Screening gut entdeckt werden, kaum aber beim Abtasten der Brust. Mammografie ist deshalb die derzeit geeignetste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs.

Start im Juni
In Graubünden werden im Laufe des Monats Juni das Institut für Radiologie des Kantonsspitals Graubünden sowie das Diagnose Zentrum Belmont in Chur den Betrieb des Screening-Programms aufnehmen. Im Juli wird die Radiologie des Spitals Oberengadin Samedan als weiterer Erstellungsstandort starten. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die im Kanton Graubünden wohnhaft sind, werden ab Juni 2011 vom Programmzentrum der Krebsliga eine schriftliche Einladung zur Teilnahme erhalten. Die Kosten werden von der obligatorischen Krankenkasse übernommen, die Leistung ist franchisenbefreit und nur der Selbstbehalt von zehn Prozent muss von den am Programm teilnehmenden Frauen übernommen werden.

Auftritt an der HIGA in Chur
Zur Information der Bevölkerung hat die Krebsliga St.Gallen-Appenzell einen Messeauftritt an der HIGA in Chur vom 28. Mai bis 4. Juni organisiert. Interessierte Besucherinnen und Besucher können sich am Stand 1249 den Informationsfilm zum Programm ansehen und sich vom <donna> Team persönlich beraten lassen.

Die Informationsbroschüre zum Mammografie-Screening-Programm sowie weitere Informationen für interessierte Frauen sind über die Website von <donna> unter www.donna-programm.ch oder über die Gratis-Telefon-Hotline 0800 100 888 erhältlich.


Auskunftspersonen:
- Regierungsrätin Barbara Janom Steiner, Vorsteherin Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit, Tel. 081 257 25 01
- Dr. Luzius Schmid, Präsident der Krebsliga St.Gallen-Appenzell, Tel. 079 446 60 34


Gremium: Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit
Quelle: dt Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit
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