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Neun Bündner kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem Churer Rheintal mit insgesamt rund 700 Mitarbeitenden wollen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Das von der kantonalen Stabsstelle für Chancengleichheit in Zusammenarbeit mit der Fachstelle UND im Jahr 2010 lancierte Projekt "KMU in Aktion: Familienfreundlichkeit als Erfolgsfaktor" geht damit nun in die zweite Phase.

Die Bündner KMU, die sich im Projekt engagieren, bilden fast die ganze Branchenvielfalt des Kantons ab. Vertreten sind die Bereiche Energiewirtschaft (IBC Energie Wasser Chur), Gastgewerbe (Merz Gastro AG), Handel (Josias Gasser Baumaterialien AG), Verkauf ("do it" Baumarkt AG), Pflege (Spitex Chur), Öffentlicher Verkehr (Stadtbus Chur AG), Sprache und Kultur (Lia Rumantscha), Hotellerie (Hotel "Stern") und Softwareentwicklung (Wenzel Metromec AG). Insgesamt kommen rund 700 Mitarbeitende in diesen Betrieben künftig in den Genuss, Beruf und Familie/Privatleben besser vereinbaren zu können. Eine Bereicherung für das Projekt ist die Tatsache, dass sowohl Betriebe mitmachen, die fast ausschliesslich Männer oder Frauen beschäftigen, als auch solche, die mit gemischten Teams arbeiten.

Arbeitsbedingungen werden analysiert
Die Bündner KMU erhalten im Rahmen des Projekts die Gelegenheit, ihre Arbeitsbedingungen in Bezug auf Familienfreundlichkeit von der Fachstelle UND analysieren zu lassen, individuelle Massnahmen zu entwickeln und unter professioneller Anleitung zu testen. In einer dritten Phase werden die Ergebnisse schliesslich zusammen mit den Betrieben studiert und ausgewertet. Ziel des Programmes ist es, die hiesigen KMU von den langjährigen Erfahrungen anderer Firmen und Regionen profitieren zu lassen und ein Bewusstsein für die positiven wirtschaftlichen Aspekte von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen zu schaffen. Das Projekt wird von einem Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaftverbänden, KMU und Personen aus der Politik und Wirtschaft begleitet. Es wird vom Kanton Graubünden, vom Bund und Bündner Sponsoren finanziell getragen.

Das Angebot attraktiver Arbeitsbedingungen kann im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld für KMU ein klarer Wettbewerbsvorteil sein. Zum Beispiel, um neue Arbeitnehmende – insbesondere Fachkräfte – zu gewinnen und bestehendes Know-how zu bewahren. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist dabei ein wichtiger Mosaikstein. Familienfreundliche Arbeitgebende sind gefragt bei Männern und Frauen, die eine Balance aller Lebensbereiche anstreben. Ihre Zahl ist im Steigen begriffen. Stellensuchende entscheiden sich letztlich für gute Arbeitsbedingungen, und die Betriebe profitieren von engagierteren und mit der Firma verbundenen Mitarbeitenden. Neueste Befragungen von Angestellten zeigen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei Männern und Frauen gar höher gewichtet wird als der Lohn.

Weitere Informationen im Internet unter www.stagl.gr.ch, www.und-online.ch und www.berufundfamilie.admin.ch


Auskunftsperson:
Susanna Mazzetta, Projektleiterin, Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann, Tel. 081 257 35 72 oder Mobiltelefon 079 483 74 01, Susanna.Mazzetta@stagl.gr.ch


Gremium: Stabsstelle für Chancengleichheit
Quelle: dt Stabsstelle für Chancengleichheit
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