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Rätoromanisch-Studium bleibt der Universität Freiburg erhalten

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Im Rahmen einer kleinen Zeremonie haben heute in Chur der Bündner Regierungsrat Martin Jäger, die Freiburger Staatsrätin Isabelle Chassot, der Rektor der Universität Freiburg, Guido Vergauwen, und der Rektor der Pädagogischen Hochschule Graubünden, Johannes Flury, zwei Verträge über eine Professur für Rätoromanisch an der Universität Freiburg unterzeichnet.

Die Pensionierung von Professor Georges Darms, Inhaber des Lehrstuhls für Rätoromanische Sprache und Kultur an der Universität Freiburg, sowie die sich abzeichnende Pensionierung seines Kollegen an der Universität Zürich, Professor Clà Riatsch, lösten in der rätoromanischen Gemeinschaft Diskussionen über den Erhalt der Rätoromanistik als eigenständiges universitäres Fach aus. Das Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden (EKUD) beauftragte bereits im Herbst 2011 die Lia Rumantscha mit der Bildung einer Arbeitsgruppe. Gemeinsam mit den Universitäten Freiburg und Zürich sowie den Pädagogischen Hochschulen Zürich, St. Gallen und Graubünden wurden zuhanden des Departements Empfehlungen erarbeitet.
Basierend auf den Erkenntnissen der Arbeitsgruppe einigten sich die Kantone Freiburg und Graubünden sowie die Universität Freiburg und die Pädagogische Hochschule Graubünden auf zwei Verträge über eine Professur für Rätoromanisch an der Universität Freiburg. Die Übereinkommen haben zum Ziel, die universitäre Ausbildung (Bachelor-, Master- und Doktorats-Studien) in Rätoromanisch sowie die Zusammenarbeit zwischen der Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Graubünden in Ausbildung, Weiterbildung sowie Forschung und Entwicklung langfristig zu sichern. Zudem wird das Freiburger Institut für Mehrsprachigkeit noch stärker eingebunden.
Die Übereinkommen sind Bestandteil einer übergeordneten Strategie. Künftig will man Doppelspurigkeiten zwischen den Instituten vermeiden und der schweizweit geringen Anzahl rätoromanisch Studierenden gerecht werden. Während die Universität Zürich weiterhin die romanische Literatur ins Zentrum stellt, widmet sich der Lehrstuhl in Freiburg linguistischen und didaktischen Themen sowie Fragen der Mehrsprachigkeit.
Diese Erfahrungen bei der Koordination der akademischen Ausbildung im Rätoromanischen könnten eines Tages auch als Grundlage zur Erarbeitung einer Gesamtstrategie für die italienische Sprache dienen. 
 
Hinweis:
Zu diesem Thema ist unter www.gr.ch ein Video aufgeschaltet. 
 

Auskunftsperson:
Martin Jäger, Vorsteher Erziehungs-, Kultur-, und Umweltschutzdepartement
Tel. 081 257 27 01 
 

Gremium: Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement
Quelle: dt Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement
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