Zum Seiteninhalt

Fusionsprojekt Ilanz/Glion dem Parlament unterbreitet

  • Erste Mitteilung
  • Neuen Beitrag einfügen
Mit Ilanz/Glion soll per 2014 die sechstgrösste Gemeinde des Kantons Graubünden entstehen. Die Regierung legt dem Grossen Rat die Botschaft über den Zusammenschluss der Gemeinden Castrisch, Duvin, Ilanz, Ladir, Luven, Pigniu, Pitasch, Riein, Rueun, Ruschein, Schnaus, Sevgein und Siat vor.

Am 16. November 2012 sprachen sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der 13 Gemeinden Castrisch, Duvin, Ilanz, Ladir, Luven, Pigniu, Pitasch, Riein, Rueun, Ruschein, Schnaus, Sevgein und Siat für einen Zusammenschluss zur neuen Gemeinde Ilanz/Glion aus. Der beschlossene Fusionsvertrag bildet die Grundlage für die neue Gemeinde mit einem Gebiet von 13 343 Hektaren und 4600 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand Ende 2011).

Ilanz/Glion, neu sechstgrösste Gemeinde Graubündens, wird über ein starkes wirtschaftliches Zentrum verfügen. Die Stadt Ilanz ist schon heute ein bedeutendes Schul-, Gesundheits-, Verkehrs- und Wirtschaftszentrum der Region Surselva. Das Umland ist landwirtschaftlich geprägt. In der Mehrzahl der 13 fusionierenden Gemeinden spielt die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle. Die Gemeinden rund um Ilanz arbeiten bereits heute recht intensiv zusammen. Es bestehen im kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Bereich seit langer Zeit enge und zahlreiche Bindungen.

Im Fusionsvertrag wurde unter anderem festgehalten: Die neue Gemeinde Ilanz/Glion wird mit einem Gemeindeparlament starten, worin jede heutige Gemeinde mit mindestens einem Mitglied vertreten ist. Die Amtssprachen in Ilanz/Glion sind Romontsch Sursilvan und Deutsch. Die neue Gemeinde und ihre Schule bekennen sich zu einem sinnvollen dezentralen Standortkonzept und fördern den Erhalt der romanischen Sprache. Die bisherigen Schulstandorte werden beibehalten.

Für die Bündner Regierung entspricht das Fusionsprojekt Ilanz/Glion in idealer Weise der laufenden Reform der territorialen Strukturen im Kanton. Der Zusammenschluss wird durch den Kanton mit insgesamt 17,7 Millionen Franken unterstützt. Zudem werden verschiedene Sonderleistungen gewährt. Die Genehmigung durch den Grossen Rat in der Oktobersession 2013 vorausgesetzt, kann die Gemeindefusion per 1. Januar 2014 erfolgen. Somit wird der Kanton ab 2014 noch über 146 Gemeinden verfügen (heute 158). 
 

Auskunftsperson:
Regierungsrätin Barbara Janom Steiner, Vorsteherin Departement für Finanzen und Gemeinden, Tel. 081 257 32 01, E-Mail: barbara.janom@dfg.gr.ch  
 

Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden
Neuer Artikel