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Geliebt, verhätschelt, verstossen - unsere Haustiere

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Vom 11. April bis 24. August 2014 zeigt das Bündner Naturmuseum in Chur eine Sonderausstellung über unsere tierischen Lieblinge: Gefiedert oder geschuppt, kurz- oder langhaarig begleiten sie uns seit Jahrtausenden. Sie können laut sein oder stumm, zutraulich oder scheu. Sie werden von uns gefüttert und geliebt. Sie sind unsere Partner für Mussestunden und in der Freizeit. Einen Eindruck der Ausstellung gibt unter www.gr.ch ein neues Video der Standeskanzlei Graubünden.

8 Millionen Menschen leben derzeit in der Schweiz. Dazu kommen ungefähr ebenso viele Haustiere, die keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen und Ertrag erbringen, die aber dennoch eine grosse wirtschaftliche, soziale, ökologische, emotionale, historische und medizinische Bedeutung haben. Ca. 500 000 Hunde, 1 500 000 Katzen, 500 000 Kleinnager, 600 000 Ziervögel und 4 500 000 Aquarienfische und Reptilien leben in enger Gemeinschaft mit uns Menschen!
Zu Beginn der Ausstellung werden die Besucherinnen und Besucher mit der zentralen Frage konfrontiert: Welches Tier passt zu mir? Sie können es sich gleich selbst aussuchen: In einer Fotoprojektion werden sie mit unterschiedlichen Hunden abgebildet, ein grosses Buch mit Katzenannoncen lädt zum Stöbern ein und in einem Vogelkäfig können sich die Besuchenden bezwitschern lassen. Steckbriefe zu verschiedenen Haustieren vermitteln Wissenswertes über die Haltung sowie zu Kosten, Lebenserwartung, Anforderungen und Charakter der einzelnen Tiere.
Ein Haustier zu haben bringt auch Aufgaben und Pflichten mit sich. So werden rechtliche Fragen in der Ausstellung genauso aufgeworfen wie die Themen Krankheit und Tod, wilde Ahnen und heutige Rassen, Züchtung und Überzüchtung. Doch was geschieht, wenn sich die Halter der Tiere entledigen wollen oder müssen? Wie geht man dabei korrekt vor, und was darf man auf keinen Fall tun? Auch diese Fragen werden in der attraktiven Sonderausstellung beantwortet.
Nicht zu unterschätzen ist die volkswirtschaftliche Bedeutung der Haustiere: Dies zeigen Werbefilme aus den letzten fünfzig Jahren, Inserate und Plakate aus den letzten hundert Jahren und die grosse Produktepalette in einem stilisierten Shop. Haustiere fördern einen ganzen Wirtschaftszweig und schaffen Arbeitsstellen.
Die Ausstellung zeigt aber auch negative Aspekte der Haustierhaltung: So werden unter anderem die von Haustieren verursachten Schäden in der Natur und an frei lebenden Tieren beleuchtet.
Emotional haben Haustiere auf ihre Halter eine grosse Bedeutung. Wir brauchen sie zum Streicheln, Schmusen und Liebhaben und nur allzu oft sind sie Ersatz für Freunde, Partner oder Familie. In der Sonderausstellung sind daher auch einige lebende Tiere zu sehen, vom Skorpion bis hin zum Meerschweinchen und Kaninchen.
Die vom Naturama Aargau konzipierte Ausstellung setzt sich mit allen Facetten der Haustierhaltung auseinander und vermittelt farbig, interaktiv, informativ und überraschend mit Bildern, Texten, zahlreichen Objekten, Audiovisionen und lebenden Tieren grundlegendes Wissen und Hintergrundinformationen über unsere Lieblinge. Sie ist zum Staunen, Beobachten und Nachdenken und beleuchtet die Sonnen- und Schattenseiten der Haustierhaltung – von vergöttert bis verstossen.

Ein attraktives Rahmenprogramm mit öffentlichen Führungen, Vorträgen, Vorführungen und Exkursionen zum Thema begleitet die neue Sonderausstellung. 
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr, Montag geschlossen 
 
Hinweis:
Das Video zur Ausstellung ist unter www.gr.ch aufgeschaltet. 
 

Auskunftspersonen:
- Ueli Rehsteiner, Direktor Bündner Naturmuseum, Tel. 081 257 28 43
- Flurin Camenisch, Museumspädagoge, Tel. 081 257 28 45


Gremium: Bündner Naturmuseum
Quelle: dt Bündner Naturmuseum
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