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Regierungsmitteilung vom 11. Juni 2015

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Die Regierung genehmigt an ihrer jüngsten Sitzung den Arealplan Dorfplatz der Gemeinde Tamins. Zudem spricht sie finanzielle Unterstützung für das Projekt "Steinschlagschutz Boffalora" sowie für die Sammelprojekte "Waldbau" und "Instandsetzung Schutzbauten". 

Regierung genehmigt den Arealplan Dorfplatz der Gemeinde Tamins
Der von der Gemeinde Tamins am 16. Juni 2014 beschlossene Arealplan Dorfplatz wird von der Regierung genehmigt. Die Gemeinde Tamins hat bereits in ihrem raumplanerischen Leitbild 2002 beschlossen, den Dorfplatz aufzuwerten und zu einem attraktiven Dorfzentrum auszubauen. Der Dorfkern von Tamins ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als national bedeutend eingestuft. Um dieser Klassierung Rechnung zu tragen, wurde ein Projekt erarbeitet, welches den öffentlichen Raum neu definiert und den Dorfplatz belebt. Das nun erarbeitete Projekt überschreitet die gemäss Baugesetz zulässige Gebäudehöhe. Aus diesem Grund wurde anstelle eines Quartierplanes der Arealplan Dorfplatz erlassen. Dieser regelt neben den städtebaulichen Vorgaben zugleich die Landumlegung sowie die Erschliessung. 
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Quelle: schneller caminada architekten 

Regierung genehmigt Projekt "Steinschlagschutz Boffalora"
Die Bündner Regierung genehmigt das Projekt "Steinschlagschutz Boffalora". An die Kosten wird ein Kantonsbeitrag von höchstens 158 400 Franken zugesichert.
In den letzten Jahren ereigneten sich im Gebiet "Carestia" in der Gemeinde Soazza mehrere Steinschläge und Felsstürze. Aufgrund dieser Ereignisse wurde eine Gefahrenkarte erarbeitet. Gemäss dieser Karte liegen 550 Meter der Kantonsstrasse, acht Ställe und ein Restaurant in der roten Zone, welche eine erhebliche Gefährdung darstellt. Die Zielsetzung des vorliegenden Projekts besteht primär darin, den Schutz des bewohnten Restaurants sicherzustellen. Hierfür wird das Gebiet mit einem rund 50 Meter langen Schutzdamm gesichert.
Sowohl gemäss eidgenössischer als auch kantonaler Waldgesetzgebung haben die Kantone Gebiete zu sichern, wo Menschen und erhebliche Sachwerte geschützt werden müssen. 
  
Sammelprojekte für den Waldbau und die Instandsetzung von Schutzbauten
Für den Waldbau und die Instandsetzung von Schutzbauten im Kanton hat die Regierung je ein Sammelprojekt genehmigt. Das Sammelprojekt "Waldbau 2015" wurde in Zusammenarbeit mit rund 200 öffentlichen und privaten Waldeigentümern erarbeitet. Auf insgesamt 1980 Hektaren wird der Schutzwald erhalten, die Artenvielfalt gefördert und Jungwald gepflegt. In schlecht erschlossenen Gebieten wird zudem der Holztransport mittels Seilkran gefördert. Die Gesamtkosten betragen 18,79 Millionen Franken. Die Finanzierung erfolgt mit Mitteln des Bundes, des Kantons und der betreffenden Waldeigentümer.
Das Sammelprojekt "Instandsetzung Schutzbauten 2015" umfasst total 48 Objekte, die Kosten betragen 7,4 Millionen Franken. Das Ziel des Projektes besteht darin, den Schutz für Siedlungen und Verkehrsinfrastrukturen sicherzustellen. Die Ausführungsdauer beträgt zwei Jahre. Ausdrücklich nicht Bestandteil des Sammelprojekts sind der Aus- und Neubau von Schutzbauten sowie der laufende Unterhalt dieser Anlagen.


Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden
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