Psychische Gesundheit in der Familie

Die Kampagne "Wie geht's Dir?" fordert auch dieses Jahr die Bündner Bevölkerung auf, im Alltag vermehrt über psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen zu sprechen. Der diesjährige Schwerpunkt der Kampagne ist die psychische Gesundheit in der Familie.

Gemeinsam mit den Psychiatrischen Diensten Graubünden, dem Kantonsspital Graubünden und der Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden zeigt das Gesundheitsamt ab dem 18. September 2017 die Kampagne auf Grossplakaten und als Bildschirmwerbung in Bussen. Ergänzend kann die neue Broschüre "Psychische Gesundheit und Erkrankungen in der Familie – Anregungen für Eltern und Bezugspersonen" auf www.graubünden‑bewegt.ch kostenlos bestellt werden.

Psychische Krankheiten sind weit verbreitet
Es gibt Themen, die lange im Verborgenen schlummern. Niemand will sie wahrnehmen – bis sie plötzlich doch ans Tageslicht gelangen und sich nicht mehr verleugnen lassen. Psychische Krankheiten gehören oft dazu. Jeder zweite Mensch erkrankt in seinem Leben einmal psychisch. Das betrifft Familien in vielfältiger Weise. Einerseits werden in der Kindheit wichtige Grundlagen für eine gesunde psychische Entwicklung gelegt. Anderseits ist die ganze Familie betroffen, wenn ein Mitglied psychisch erkrankt.

Darüber sprechen hilft
Manche Eltern möchten ihr Kind schonen und vermeiden es, mit ihm über psychische Probleme zu sprechen. Dem Kind ist damit keinen Dienst erwiesen. Kinder spüren, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät, sei es bei sich selbst, bei Mutter, Vater oder bei einem Geschwister. Sie brauchen Erwachsene, die mit ihnen über die Erkrankung sprechen und sie darin unterstützen, einen Umgang damit zu finden. Verlässliche und unterstützende Beziehungen inner- und ausserhalb der Familie sind ein wichtiger Schutzfaktor für Kinder und Erwachsene. Familien, die gut vernetzt sind und es gewohnt sind, gegenüber Dritten über Schwierigkeiten und Herausforderungen zu sprechen, können auch im Fall einer Krise von ihrem Umfeld eher aufgefangen und unterstützt werden.

Schülerinnen und Schüler setzen sich aktiv mit dem Thema auseinander
Das Gesundheitsamt holt am 26. September 2017 die Basler Theaterproduktion "Je suis Cinderella" für Bündner Schulklassen nach Landquart. Rund 750 Schülerinnen und Schüler haben dort die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema "Psychische Gesundheit in der Familie" auseinanderzusetzen. Mit dem modern und zeitgerecht inszenierten Märchen "Aschenputtel" können Lehrpersonen mit ihren Schulklassen auf attraktive Art und Weise in die Themen Resilienz, Mobbing, Patchworkfamilie und Wertschätzung eintauchen.

Beilagen:
Broschüre "Psychische Gesundheit und Erkrankungen in der Familie"
Flyer Theater "Je suis Cinderella"

Weitere Informationen:
Kampagne "Psychische Gesundheit in der Familie
Kampagne "Wie geht's dir'?"


Auskunftsperson:
Denise Rudin, Abteilungsleiterin Gesundheitsamt, Tel. 081 257 64 08, E-Mail Denise.Rudin@san.gr.ch


Gremium: Gesundheitsamt Graubünden
Quelle: dt Gesundheitsamt Graubünden