Interreg-Projekt "betrifft:frauen entscheiden" abgeschlossen

Mit einem Fachsymposium wird heute das zweijährige Interreg-Projekt "betrifft:frauen entscheiden" abgeschlossen. Im Rahmen des Projekts wurden zwei Untersuchungen bezüglich Frauen in Führungs- und Entscheidungsfunktionen gemacht, die deutlich aufzeigen, wo Handlungsbedarf besteht. Ziel des Projekts war, Mädchen und junge Frauen darin zu ermutigen und zu bestärken, sich für Entscheidungsgremien zu interessieren.

Am länderübergreifenden Fachsymposium nehmen die Vorarlberger Landesrätin Katharina Wiesflecker, der Liechtensteiner Regierungsrat Mauro Pedrazzini und der Bündner Regierungsrat Martin Jäger teil. Im Rahmen des Interreg-Projekts führte Eva Häfele die beiden Untersuchungen "Frauen in Entscheidungs- und Führungspositionen" sowie die "Darstellung von Frauen in Führungspositionen in den Medien" durch. Frauen sind laut Erhebung in Entscheidungs- und Führungspositionen im Land Vorarlberg, im Kanton Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein nach wie vor untervertreten. Dies zeigt die umfangreiche Datenerhebung, die die Bereiche Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Soziales, Medien, Bildung und Wissenschaft, Sport und Kultur in den drei Ländern umfasst.
Auch die Daten zur Medienpräsenz von Frauen und Männern in Leitungspositionen, die in ausgesuchten Medien der drei Länder erhoben wurden, zeigen eine klare Tendenz zugunsten der Männer. Die Zusammenfassung der Datenerhebung kann unter www.frauenentscheiden.org eingesehen werden.

Mädchenparlament, Minipolitiklehrgang, Social Media Training
Projektziele waren, Mädchen und Frauen in Vorarlberg, Graubünden und Liechtenstein zu ermutigen, sich für politische Prozesse zu interessieren und den Anteil an Frauen in Führungs- und Entscheidungsgremien zu erhöhen. Umgesetzt wurden ein länderübergreifendes Mädchenparlament, ein Minipolitiklehrgang samt Social Media Training und ein Tutorial zum Thema "Geschlecht in der Medienberichterstattung" mit anschließender international angelegter Webkonferenz für Medienschaffende. Zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen ist jedoch ein umfassender Ansatz erforderlich. Auf drei Ebenen müssen Massnahmen verstärkt werden – auf der individuellen, der gesellschaftlichen und der Unternehmensebene, damit der Zugang für Frauen in Führungs- und Entscheidungspositionen zum Nutzen für unsere Gesellschaft erleichtert wird.


Auskunftsperson:
Tamara Gianera, Leiterin Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann, Tel. 081 257 35 71, E-Mail Tamara.Gianera@stagl.gr.ch


Gremium: Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann
Quelle: dt Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann