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Wie geht es dem Bündner Wald?

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Der Bündner Wald befindet sich gesamthaft betrachtet in einem guten Zustand. Zu diesem Schluss kommt – auf den Punkt gebracht – der Nachhaltigkeitsbericht, den das Amt für Wald und Naturgefahren erarbeitet hat. Im Bericht sind aber auch Aspekte festgehalten, denen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

Der Wald ist Teil unseres Lebensraumes und prägendes Element des heutigen Landschaftsbildes. Rund 30 Prozent der Fläche des Kantons Graubünden sind von Wald bedeckt. Die Waldfläche nimmt weiterhin zu, in den letzten 30 Jahren im Durchschnitt um 1400 Hektaren pro Jahr. Dies entspricht rund 2000 Fussballfeldern. Damit wir auch künftig von den Vorzügen des Waldes profitieren können, muss er geschützt, gepflegt und nachhaltig genutzt werden. Das ist keine leichte Aufgabe, denn es gilt, verschiedene Bedürfnisse zu berücksichtigen und die unterschiedlichen Ansprüche zu koordinieren.

Sechs Ziele zum Schutz des Waldes

Der Nachhaltigkeitsbericht des Amtes für Wald und Naturgefahren zeigt detailliert auf, wie es dem Bündner Wald aktuell geht. Für die Bewertung des Waldzustandes und die nachhaltige Waldbewirtschaftung wurden die sechs sogenannten Helsinki-Kriterien "Ressource Wald", "Schutzwald", "Holzproduktion", "Biologische Vielfalt", "Gesundheit und Vitalität" sowie "Wirtschaftlichkeit und Erholungsnutzung" beigezogen. Die Helsinki-Kriterien sind von der Europäischen Ministerkonferenz 1993 verabschiedete, übergeordnete Ziele zum Schutz der Wälder in Europa. Die Waldfläche, der Holzvorrat, die Schutzwirkung und die biologische Vielfalt des Waldes in Graubünden werden in Anwendung dieser Kriterien als gut beurteilt. Handlungsbedarf besteht insbesondere bei der Waldverjüngung, bei den Waldschäden durch Wildverbiss und bei der Holznutzung. Hervorgehoben wird im Nachhaltigkeitsbericht auch die grosse Bedeutung des Waldes als Erholungsraum für die lokale Bevölkerung und für Touristen.

Der Wald hat viele Talente
Nur wer über den Wald Bescheid weiss und sich der Bedeutung dieses vielschichtigen und komplexen Ökosystems bewusst ist, kann den wahren Wert jedes einzelnen Baumes erkennen. Aus diesem Grund will das Amt für Wald und Naturgefahren in den nächsten Jahren – als Fortführung des Waldentwicklungsplanes WEP und des Nachhaltigkeitsberichtes – die Bündner Bevölkerung auf vielfältige und leicht verständliche Art über die verschiedenen Talente des Waldes informieren. In regelmässigen Abständen werden auf der Webseite www.multitalentwald.ch spannende Informationen über den Wald und seine Bewohner aufgeschaltet. Ausserdem wird mit dem Hashtag "#MultitalentWald" ein Wettbewerb lanciert, bei dem die Bevölkerung über die sozialen Medien Facebook, Twitter und Instagram eigene Waldbilder veröffentlichen kann. So können alle ihr ganz persönliches Wald-Talent zeigen.

Der Nachhaltigkeitsbericht sowie weitere Informationen zum Multitalent Wald und zum Fotowettbewerb sind unter www.multitalentwald.ch abrufbar.


Auskunftspersonen:

- Reto Hefti, Kantonsförster, Amt für Wald und Naturgefahren, Tel. 081 257 38 51, E-Mail Reto.Hefti@awn.gr.ch
- Dr. Riet Gordon, Bereichsleiter Waldplanung und Forstreviere, Tel. 081 257 38 55, E-Mail Riet.Gordon@awn.gr.ch  


Gremium: Amt für Wald und Naturgefahren
Quelle: dt Amt für Wald und Naturgefahren
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