TextID MasterPage.Accessibility.Head.ContentBody (de-CH) not found

Regierung verabschiedet Bericht über die Realisierung eines Hochschulzentrums für die HTW Chur

Die Regierung beantragt dem Grossen Rat, in der Stadt Chur auf dem Areal Pulvermühle ein Hochschulzentrum für die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) zu realisieren und dafür eine Bruttoinvestition von 125 Millionen Franken vorzusehen. Im Weiteren hat die Neustrukturierung der Fachhochschule Ostschweiz (FHO) zur Folge, dass die Trägervereinbarung für die Hochschule NTB (ehemals Neu Technikum Buchs) zwischen den Kantonen St. Gallen und Graubünden sowie dem Fürstentum Liechtenstein aufzuheben ist.

Am 10. Januar 2017 hat die Regierung entschieden, am Standort Chur ein Hochschulzentrum zu errichten. Anschliessend wurden mögliche Standorte im Hinblick auf die Verfügbarkeit der Grundstücksflächen, die Erschliessungs- und Erweiterungsmöglichkeiten unter Einbezug raumplanerischer Aspekte sowie der Kosten und der Dauer für die Realisierung geprüft. Aufgrund dieser Standortanalyse beantragt die Regierung dem Grossen Rat, ein Hochschulzentrum auf dem Areal Pulvermühle mit dem bereits bestehenden Schulgebäude zu realisieren. Dieser Standort weist die kürzeste Realisierungszeit und die tiefsten Kosten auf. Bei optimalem Projektverlauf könnte bis zum Jahr 2022 der Baukredit vom Grossen Rat und vom Volk genehmigt und das Hochschulzentrum bis zum Jahr 2025 realisiert werden.

Leistungsfähige Hochschule für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Der Bau eines Hochschulzentrums hat für den Kanton Graubünden aus bildungs-, forschungs- und innovationspolitischer Sicht eine sehr hohe Bedeutung und Dringlichkeit. Die strukturellen Gegebenheiten des Kantons führen dazu, dass die Bündner Wirtschaft bezüglich Leistungs- und Innovationsfähigkeit unter dem nationalen Durchschnitt liegt. Der Mangel an Fachkräften, insbesondere in den technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen, hat zur Folge, dass die Bündner Industrieunternehmungen nicht wie erwünscht wachsen können. In diesem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld ist eine leistungsfähige Hochschule ein wichtiger Akteur zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Bündner Volkswirtschaft.

Bund stellt 30 Millionen Franken in Aussicht

Es wird mit Bruttoinvestitionen von 125 Millionen Franken, einem Bundesbeitrag von rund 30 Millionen Franken sowie einem Erlös aus dem Verkauf von Liegenschaften der HTW Chur in der Höhe von 5 Millionen Franken gerechnet. Daraus resultiert ein Mittelbedarf des Kantons von 90 Millionen Franken. Dieser soll ausserhalb des finanzpolitischen Richtwerts des Grossen Rats betreffend Nettoinvestitionen bereitgestellt und zulasten der Rechnung 2018 eine entsprechende Reserve gebildet werden. Die Finanzierung des Hochschulzentrums ist finanzrechtlich als neue beziehungsweise frei bestimmbare Ausgabe zu qualifizieren und unterliegt dem obligatorischen Finanzreferendum.

Loslösung von Hochschulverbund

Die FHO wird neu organisiert und soll am 1. September 2020 den operativen Betrieb aufnehmen. Die HTW Chur strebt die Loslösung aus dem Verbund der FHO an. Auf den Zeitpunkt der Betriebsaufnahme der neuen FHO ist zudem die Trägervereinbarung für die Hochschule NTB aufzuheben. Dem Grossen Rat wird deshalb beantragt, auf den Zeitpunkt des Starts der neuen FHO den Grossratsbeschluss vom 1. Juni 1967 über die Beteiligung des Kantons Graubünden ausser Kraft zu setzen.

Die Beratung des Geschäfts durch den Grossen Rat ist in der Oktobersession 2018 vorgesehen.


Beilage:
Botschaft


Auskunftspersonen:
- Regierungsrat Martin Jäger, Vorsteher Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement, Tel. 081 257 27 01, E-Mail Martin.Jaeger@ekud.gr.ch
- Regierungspräsident Dr. Mario Cavigelli, Vorsteher Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement, Tel. 081 257 36 01, E-Mail Mario.Cavigelli@bvfd.gr.ch


Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei