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Regierungsmitteilung vom 21. März 2019

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Die Regierung nimmt Stellung zu einem geplanten Strassenbauprojekt des Bundes in Landquart. Zudem spricht sie einen Kantonsbeitrag für den Bau eines Wellness Hostels in Laax und gibt grünes Licht für Romanischunterricht auf der Sekundarstufe I in Domat/Ems.

Massnahmen gegen Rückstau auf dem Nationalstrassenanschluss in Landquart
Die Regierung nimmt Stellung zu einer Vernehmlassungsvorlage des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation betreffend Massnahmen zur Behebung der Rückstausituation beim Anschluss der Nationalstrassen N13 und N28 in Landquart. Das geplante Projekt des Bundes umfasst den Bereich des Kreisels Ost. Um dem heutigen und zukünftigen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden und, wurden dort bereits verschiedene provisorische Massnahmen ergriffen. So wurden diverse Sofortmassnahmen realisiert, welche nun ausgebaut werden müssen. Vorgesehen ist eine verlängerte Zufahrtsspur für die Rechtsabbieger in Fahrtrichtung Davos. Weiter soll die bestehende Erschliessung zum geplanten RhB-Gebäude umgestaltet werden. Zudem soll die Beschleunigungsstrecke beim Anschluss Karlihof verlängert sowie daraus resultierend die Kantonsstrasse angepasst werden. Die Bauzeit für alle Massnahmen soll rund neun Monate dauern.
Die Regierung begrüsst das Ausführungsprojekt des Bundesamts für Strassen. Der Behebung der Rückstausituation in Landquart kommt aus Sicht des Kantons hohe Priorität zu. Zusammen mit der von Bund und Kanton bereits realisierten neuen Führung des Langsamverkehrs im betroffenen Perimeter kann mit den geplanten Massnahmen eine Verbesserung der Verflechtungsvorgänge und des Verkehrsflusses sowie eine Erhöhung der Verkehrssicherheit erreicht werden.
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©Bundesamt für Landestopografie

Kantonsbeitrag für Bau eines Wellness Hostels in Laax

Die Regierung gewährt der Gemeinde Laax an den Bau des "wellnessHostel3000 & Aua Grava Laax" unter dem Titel systemrelevante Infrastrukturen einen Kantonsbeitrag von maximal einer Million Franken. Dazu spricht sie einen Kantonsbeitrag in der Höhe von rund 464 000 Franken als Äquivalenzleistung zum Bundesdarlehen (2 Millionen Franken) im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP). Das Projekt umfasst den Bau eines neuen, von der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus (Schweizer Jugendherbergen) betriebenen Hostels mit integriertem Hallenbad und Wellnessbereich. Das neue Beherbergungsangebot wird über 160 Betten verfügen. Das Aua Grava bleibt nach dem Umbau ein öffentlich zugängliches Hallenbad.
Das Vorhaben entspricht der regionalen Standortentwicklungsstrategie der Region Surselva und wird von der Gemeinde Laax als Bauherrin realisiert. Der Betrieb des Wellness Hostels soll rund 27 000 zusätzliche Logiernächte pro Jahr generieren. Vom neuen Kundensegment profitieren Bergbahnen, Gastronomie und Detailhandel in der gesamten Region. Das Hostel rundet aufgrund der Nähe zu diversen Freizeitangeboten das touristische Gesamtangebot der Destination ab. Die Gemeindeversammlung hat insgesamt drei Beschlüsse zu diesem Projekt gefasst und einen Gesamtkredit von 17,3 Millionen Franken gesprochen.
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Visualisierung2 / Visualisierung3  ©SSA Architekten

Romanischunterricht in Domat/Ems neu auch auf der Sekundarstufe I
Die Regierung erteilt der Schulträgerschaft Domat/Ems die Bewilligung, ab Schuljahr 2019/20 den Romanischunterricht sowie den zweisprachigen Unterricht Deutsch/Romanisch auf der Sekundarstufe I durchzuführen. Seit dem Schuljahr 2013/14 wird je ein Klassenzug im Kindergarten und in der Primarschule zweisprachig geführt. Ab Schuljahr 2019/20 wird nun der Romanischunterricht auch auf der Sekundarstufe I mit dem Wahlfach "Romanisch" (3. Fremdsprache) sowie als Teil des Fachbereichs "Individualisierung" (3. Klasse Sekundarstufe I) umgesetzt. Der zweisprachige Unterricht Deutsch/Romanisch wird im Fach "Räume, Zeiten, Gesellschaften mit Geographie, Geschichte" in der 1. und 2. Klasse der Sekundarstufe I im Sinne einer partiellen Immersion umgesetzt. Im Immersionsunterricht steht das betreffende Fach (Geographie, Geschichte) im Mittelpunkt. Die zweite Kantonssprache (Romanisch) dient als Umgangs- und Unterrichtssprache, ist aber nicht Unterrichtsgegenstand. Im Gegensatz zur vollständigen Immersion findet bei der partiellen Immersion nur ein Teil der Unterrichtszeit in der Fremdsprache statt.

Regierung begrüsst die Aufhebung der Industriezölle
Die Regierung nimmt Stellung zur Revisionsvorlage des Bundes betreffend Aufhebung der Industriezölle. Gemäss Vorschlag des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung sollen die Zölle auf Importe von Industriegütern einseitig aufgehoben werden, was den Import von Industriegütern erleichtern würde. Die Bündner Regierung unterstützt die vorgeschlagene Aufhebung der Industriezölle sowie die Vereinfachung der Zolltarifstruktur vollumfänglich. Die Schweiz setzt damit ein Zeichen zur Stärkung des Freihandels. Durch die Abschaffung von Handelshemmnissen wird die Wettbewerbsfähigkeit der Bündner Unternehmen gestärkt. Mehr Importe fördern den Wettbewerb und haben einen positiven Einfluss auf die Produktivität und die Innovationskraft der Unternehmen. Neben den Unternehmen (insbesondere KMU) profitieren auch die Konsumentinnen und Konsumenten von tieferen Preisen.

Vernehmlassungen des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung


Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

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