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Regierungsmitteilung vom 17. Oktober 2019

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Die Regierung genehmigt ein Naturgefahrenprojekt der Gemeinde Brusio und trifft Massnahmen zur nachhaltigen und umweltverträglichen Abwicklung des Verkehrs, der durch die kantonale Verwaltung ausgelöst wird.

Frühwarnsystem zur Überwachung der Gefahrensituation in Brusio

Die Regierung genehmigt das Projekt "Frühwarnsystem ARA Brusio" der Gemeinde Brusio und spricht zudem einen Kantonsbeitrag von maximal 75 200 Franken für die Umsetzung. Das Frühwarnsystem ist eine Massnahme zur Reduktion der Gefahrensituation. Angezeigt wurde diese in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2019 durch einen Blockschlag mit einem Volumen von rund drei Kubikmetern hinter der ARA Brusio. Bei der Erstbeurteilung stellte die Gemeinde nahe der Abbruchstelle eine stark aufgelockerte Felsmasse mit einem Gesamtvolumen von etwa 1000 bis 1500 Kubikmetern fest. Kurz- bis mittelfristig drohen einzelne Blöcke loszubrechen. Ein Gesamtabsturz der Felsmasse ist ebenfalls möglich. Im April 2019 wurden fünf Messgeräte, sogenannte Extensometer, über offene Spalten installiert, um Informationen über allfällige Bewegungen zu erhalten. Mit der Genehmigung dieses Projekts wird diese kurzfristig eingerichtete Anlage auf Langzeitbetrieb umgerüstet, bis eine definitive Lösung gefunden und realisiert werden kann. Als Projektabschluss ist das Jahr 2024 vorgesehen.

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©Bundesamt für Landestopografie

Kantonale Verwaltung will selbst weniger Verkehr auslösen
Die Regierung nimmt die Strategie "Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM)" zur Kenntnis und beauftragt auf deren Grundlage verschiedene kantonale Ämter und Dienststellen mit der Umsetzung konkreter Massnahmen für eine möglichst nachhaltige und umweltverträgliche Verkehrsabwicklung sowohl beim Arbeitsweg als auch beim Dienstweg. Die Ziele der BMM sind die effiziente Autonutzung, die Nutzung des öffentlichen Verkehrs sowie die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs. Die Strategie wurde von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung des Amts für Energie und Verkehr (AEV) ausgearbeitet.
Die Massnahmen betreffen folgende fünf Handlungsfelder: das Parkplatzmanagement, die Förderung von Alternativen zur Autonutzung, das Schaffen von Veloabstellplätzen an Standorten der kantonalen Verwaltung, die Flottenpolitik sowie die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und des Velos.


Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden
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