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Bericht zum Strassenbau und Strassenbauprogramm 2021 bis 2024 verabschiedet

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Die Regierung hat dem Grossen Rat den Bericht zum Strassenbau und Strassenbauprogramm 2021 bis 2024 zur Kenntnisnahme unterbreitet. Der Bericht enthält eine Auflistung der konkret vorgesehenen Projekte für die Programmperiode 2021 bis 2024. Dies in Abstimmung mit dem entsprechenden Regierungsprogramm und unter Berücksichtigung der im Finanzplan vorgesehenen Mittel. Ausserdem bietet er eine Vertiefung zu aktuellen Themen wie der Sachplan Velo, das integrale Risikomanagement Strasse und die Strassenraumgestaltung im Innerortsbereich.

Das neue Strassenbauprogramm stützt sich auf die vorangehenden Programme ab. Es sieht im Schnitt 196 Millionen Franken pro Jahr für den Bau und den Unterhalt der Kantonsstrassen vor. Ausserdem gibt der Bericht einen Einblick in die im Bereich Strassenwesen aktuellen Themen. So werden unter anderem die Umsetzung des Sachplans Velo, das integrale Risikomanagement Strasse, die Strassenraumgestaltung im Innerortsbereich sowie der Einsatz und die Priorisierung der Finanzmittel vertieft erläutert. Der Bericht hält zudem Rückschau auf das noch laufende Programm und enthält Angaben zu den erfolgten Änderungen im Strassenbereich und in der Organisation des Tiefbauamts.

Sachplan Velo

Der Kanton Graubünden hat mit dem Sachplan Velo die planerische Grundlage für die Förderung des Velos als Verkehrsmittel für den Alltagsverkehr geschaffen. Der Fokus der kantonalen Sachplanung liegt dabei in der Förderung des Velofahrens im Alltagsverkehr. Die Gemeinden werden bei der Realisierung und dem Betrieb der Velonetze durch den Kanton mittels finanziellen Beiträgen sowie fachlicher Beratung durch das kantonale Tiefbauamt als Fachstelle Langsamverkehr unterstützt.

Integrales Risikomanagement Strasse

Auf dem kantonalen Strassennetz bestehen unterschiedliche Gefährdungen. Die wichtigsten dieser Gefahren sind das Versagen bzw. der Einsturz der Infrastruktur, Verkehrsunfälle, das Risiko von Gefahrgutunfällen sowie die verschiedenen Naturgefahren. Mit einem integralen Risikomanagement soll ein gegenüber allen Gefahren vergleichbares Sicherheitsniveau erreicht werden. Das übergeordnete Ziel ist dabei, die Risiken für die Strassenbenützenden und den Netzbetreiber zu reduzieren und gleichzeitig die Verfügbarkeit der Strassen möglichst umfassend zu gewährleisten. Die personellen Ressourcen und die finanziellen Mittel sollen dafür optimal eingesetzt werden.

Strassenraumgestaltung innerorts

Kantonsstrassen sind grundsätzlich verkehrsorientierte Strassen. Sie bilden das übergeordnete Strassennetz im Kanton und sollen sichere, leistungsfähige und wirtschaftliche Transporte von Personen und Gütern ermöglichen. Entsprechend sind die Kantonsstrassen primär auf die Anforderungen des Motorfahrzeugverkehrs ausgerichtet. Im Innerortsbereich haben diese Strassen für eine Ortschaft aber auch einen identitätsstiftenden Charakter. Zudem sollen sie insbesondere auch dem Langsamverkehr eine grosse Sicherheit und Aufenthaltsqualität bieten. Die Nutzungsansprüche an die Strassenräume sind heute vielfältiger, weshalb die Strassenraumgestaltung innerorts im Hinblick auf eine nachhaltige Siedlungs- und Verkehrsentwicklung zunehmend Bedeutung erlangt. Der Kanton soll gegenüber solchen Entwicklungen zusammen mit den im Innerortsbereich mit zuständigen Gemeinden Hand bieten.

Einsatz und Priorisierung der Finanzmittel

Im Kanton Graubünden gibt es zahlreiche Bedürfnisse nach grossen Strassenbauprojekten und Umfahrungen zur Entlastung des Siedlungsgebiets vom Durchgangsverkehr. Diese Projekte verursachen im Vergleich zu üblichen Ausbauvorhaben wesentlich höhere Kosten. Angesichts des grossen Bedarfs an Umfahrungen und Grossprojekten ist der Einsatz der finanziellen Mittel auf lange Sicht darzustellen, um sachlich und politisch begründet festzulegen, wie viele dieser Bauvorhaben sich der Kanton Graubünden in Zukunft leisten kann.

Verlässliche Rahmenbedingungen

Die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur in Bezug auf die Verfügbarkeit, den Komfort, die Sicherheit und die Umwelt nehmen stetig zu. Entsprechend erhöhen sich die Kosten für den Bau, den Betrieb und den Unterhalt der Kantonsstrassen laufend. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen und der zunehmend komplizierteren Abläufe bei Verkehrsprojekten sind langfristig verlässliche Rahmenbedingungen umso bedeutender notwendig. Mit dem vorliegenden vierten Strassenbauprogramm für die Jahre 2021 bis 2024 wird die dafür erforderliche Transparenz geschaffen.

Beilage:

Botschaft


Auskunftsperson:

Regierungsrat Dr. Mario Cavigelli, Vorsteher Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement, Tel. 081 257 36 01, E-Mail Mario.Cavigelli@bvfd.gr.ch


Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

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