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Coronavirus: Kanton ergreift präventive Massnahmen gegen Weiterverbreitung

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Bei zwei Personen im Kanton Graubünden wurde das Coronavirus COVID-19 nachgewiesen. Die Personen sind in guter gesundheitlicher Verfassung, vorsorglich hospitalisiert und gut betreut. Der Kanton ergreift in enger Absprache mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG alle Massnahmen zur Prävention einer Übertragung des Virus auf weitere Personen. Betroffen von den vorsorglichen Massnahmen sind derzeit die Regionen Maloja, Bernina, Engiadina Bassa/Val Müstair und Moesa.

Die Analyse des Referenzlabors für neu auftretende Viruserkrankungen (NAVI) in Genf hat den Verdacht bestätigt, dass die zwei Personen am neuen Coronavirus erkrankt sind. Bei den erkrankten Personen handelt es sich um zwei Kinder einer italienischen Familie, die im Oberengadin zu Gast ist. Sie zeigen Symptome, sind jedoch in guter gesundheitlicher Verfassung. Ihre Hospitalisierung erfolgte aufgrund der Weisungen des BAG zur Isolierung von betroffenen Personen. Im Rahmen des Kontaktmanagements wurden vier Personen zur Beobachtung unter Quarantäne gestellt, davon sind zwei als engste Bezugspersonen der betroffenen Kinder ebenfalls im Spital. Die Testergebnisse dieser Personen sind noch ausstehend. 

Prävention: Absage von Grossanlässen – Engadin Skimarathon betroffen
"Der Kanton hat nun Massnahmen ergriffen, um eine Übertragung des Virus auf weitere Personen zu verhindern", sagt Regierungsrat Peter Peyer. Dazu gehört, dass das Gesundheitsamt verfügt hat, dass öffentliche Veranstaltungen mit überregionalem Charakter in den Regionen Maloja, Bernina, Engiadina Bassa/Val Müstair und Moesa vorerst bis und mit 8. März 2020 untersagt sind. Dies betrifft insbesondere den Engadin Skimarathon und die Veranstaltungen im Umfeld dieses Anlasses. Für die anderen Teile des Kantons Graubünden empfiehlt das Gesundheitsamt, auf grössere Veranstaltungen zu verzichten. "Dies gilt insbesondere für Anlässe, bei denen die Teilnehmenden nicht identifiziert und bei Bedarf getestet oder isoliert werden können", so Kantonsärztin Marina Jamnicki.

Aktuell rund 20 Verdachtsfälle im Kanton Graubünden – Abklärungen laufen
Neben den beiden bestätigten Fällen gibt es im ganzen Kanton aktuell rund 20 unbestätigte Verdachtsfälle sowie sieben Verdachtsfälle, welche sich als negativ erwiesen haben. Die Abklärungen laufen über die vom Bund bestimmten Laboratorien.

Die zuständigen Gremien des Kantons beurteilen die Lage laufend neu.

Informationen für die Bevölkerung
Für weitere Informationen zuhanden der Bevölkerung verweist der Kanton Graubünden auf die folgende Webseite: www.gr.ch/coronavirus

Für allgemeine telefonische Anfragen steht der deutschsprachigen Bevölkerung die Infoline des Bundesamtes für Gesundheit zur Verfügung:
Telefon: +41 58 463 00 00 (täglich von 8 bis 18 Uhr)

Auskünfte an die Bevölkerung in italienischer Sprache erteilt die Hotline des Kantons Tessin:
Telefon: 0800 144 144 (täglich von 7 bis 22 Uhr)

Kontakt für Medien bis Donnerstag 27. Februar 2020, 18:00 Uhr:
Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit, Tel. +41 81 257 25 13, E-Mail: info@djsg.gr.ch

Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei
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