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Erfolgreiche Besenderung eines Wolfes im Rheinwald

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Am Samstag, 27. März 2021, ist es der Wildhut gelungen bei Hinterrhein im Rheinwald einen Wolf des Beverinrudels zu besendern. Das Tier konnte in Siedlungsnähe betäubt und mit einem GPS-Halsband versehen werden. Damit möchte man eine Vergrämungswirkung erreichen und mit den zukünftigen Daten mehr Informationen über das Raumverhalten der Tiere erhalten.

Das Raubtier ist beim Einbruch der Dunkelheit zu einem gerissenen Wildtier zurückgekehrt. Die Wildhut, welche sich vorgängig in der Nähe des Kadavers eingerichtet hat, konnte das Tier mit einem Betäubungspfeil sedieren. Es handelt sich um ein ausgewachsenes männliches Tier. Der 35 Kilogramm schwere Wolf konnte nach der Entnahme von verschiedenen Proben wieder freigelassen werden.

Forschung und Vergrämung
Die Besenderung dient mehreren Zwecken. Durch den GPS-Sender kann der Aufenthalt des Wolfes ermittelt und seine Bewegungen verfolgt werden. Das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) erhofft sich dadurch neue Erkenntnisse über das Verhalten und die bevorzugten Aufenthaltsorte der Wölfe zu gewinnen. Ein weiterer Zweck der Besenderung ist die vergrämende Wirkung. Ein Wolf, welcher eine entsprechende Behandlung und Besenderung mit einem negativen Erlebnis in der Nähe von menschlichen Einrichtungen in Verbindung setzt, sollte die Nähe zu Menschen in Zukunft stärker meiden.

Grosse Wolfspräsenz im Rheinwald
Einzelne Wölfe halten sich auch tagsüber in Siedlungsnähe auf und zeigen wenig scheu gegenüber dem Menschen. Am Mittwoch, 25. März 2021, konnte in Nufenen ein einzelner Wolf von mehreren Personen beobachtet und gefilmt werden. Die Wildhut beobachtet die Situation vor Ort mit grossem Aufwand.

Bei Wölfen, die sich tagsüber in Siedlungsnähe aufhalten oder sich auch anderweitig auffällig verhalten, sind die Mitarbeiter des AJF angehalten, nach Möglichkeit eine Vergrämung vorzunehmen. Damit die Vergrämung seine Wirkung zeigt und der Wolf dadurch gegenüber dem Menschen und seinen Einrichtungen scheuer wird, muss sie zum richtigen Zeitpunkt in der Nähe von menschlichen Einrichtungen erfolgen. Auch kann in Siedlungsnähe nicht überall ein Kugel- oder Schrotschuss angebracht werden. Kadaver von gerissenen Wildtieren werden entsorgt, wenn sie im Siedlungsbereich gefunden werden. Wenn die Temperaturen ansteigen und die Hänge schneefrei werden, werden sich die Hirsche wieder in höhere Lagen zurückziehen und sich so besser verteilen. Im Siedlungsbereich werden folglich auch die Wölfe bald weniger zu sehen sein.


Auskunftsperson:
Dr. Adrian Arquint, Vorsteher Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, Tel. +41 81 257 38 92 (telefonisch erreichbar zwischen 11:00 bis 12:00 Uhr), E-Mail Adrian.Arquint@ajf.gr.ch


Gremium: Amt für Jagd und Fischerei
Quelle: dt Amt für Jagd und Fischerei

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