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Aufgrund der hohen Schalenwildbestände und dem regional sehr starken Wildeinfluss im Wald muss der jagdliche Eingriff in die Schalenwildbestände weiter hochgehalten werden. Da das Reh und lokal auch die Gämse bei Wald-Wild-Konflikten eine entscheidende Rolle einnehmen können, wird der Jagddruck regional zusätzlich gesteigert. Die Entwicklung der Hirschbestände in verschiedenen Regionen zeigt, dass die Arbeit der Jägerinnen und Jäger Früchte trägt und das Ziel der Reduktion schrittweise umgesetzt werden kann.

Dank einer hohen Sonderjagdstrecke war der jagdliche Eingriff im Jahr 2021 beim Hirsch in vielen Regionen Graubündens sehr gross. Dies widerspiegelte sich im Frühlingsbestand, welcher kantonal um weitere 340 Tiere auf nunmehr 15 660 Hirsche reduziert werden konnte. Die Reduktion erfolgte vor allem in Regionen mit Wald-Wild-Problemen.

In Gebieten mit hoher Wolfspräsenz weichen die Hirsche dem Wolf aus, weshalb sich die Wildverteilung innerhalb kurzer Zeiträume stark ändern kann. Für die Schätzung der Frühlingsbestände, die Abschussplanung und die Bejagung bedeutet dies eine zusätzliche Herausforderung. Ebenfalls zeigt sich, dass in Regionen mit hoher Präsenz von Wolf und Luchs die Reh- und gebietsweise auch Gämsbestände deutlich abnehmen können.

Weiterhin konsequente Regulation der Schalenwildbestände
Seit dem Maximum im Jahr 2019 konnte der kantonale Hirschbestand um 6 Prozent (960 Hirsche) reduziert werden. Diese Entwicklung entspricht den jagdlichen Zielvorgaben gemäss der Strategie «Lebensraum Wald-Wild 2021» und soll weitergeführt werden. So sind auf der diesjährigen Jagd insgesamt 5430 Hirsche (2021: 5565 Hirsche), davon 3145 weibliche Hirsche (2021: 3177) zu erlegen. Damit ist der geplante jagdliche Eingriff im Verhältnis zum aktuellen Frühlingsbestand leicht höher als im Vorjahr.

Aufgrund der vorherrschenden Wald-Wild-Situation und den gebietsweise hohen Beständen sind in verschiedenen Waldregionen auch Reh- und Gämswild verstärkt zu bejagen. Im Rahmen der regionalen Wald-Wild-Berichte werden diesbezüglich Massnahmen definiert, welche in der Jagdplanung umgesetzt werden. Andererseits wird die sehr starke Abnahme der Reh- und Gämsbestände in der Surselva bei der Planung der Jagd 2022 analog dem Vorjahr mit entsprechenden jagdlichen Einschränkungen berücksichtigt.

Stärkere Bejagung der Wildschweine in der Mesolcina
Die Wildschweinbestände in der unteren Mesolcina nehmen stark zu und verursachen grosse Konflikte im Kulturland. Es werden daher verschiedene Massnahmen weitergeführt, um einen weiteren Bestandesanstieg zu verhindern.

Gute und aufmerksame Planung der Niederjagd
Dank des intensiven Monitorings ist belegt, dass die Bestände des Niederwilds, insbesondere des Feldhasen und des Birkwilds, in Graubünden gesund sind und die Arten nach wie vor sehr gut gedeihen. Die Jagdbetriebsvorschriften haben sich bewährt und werden entsprechend weitergeführt. Die Jägerinnen und Jäger sind sich ihrer Verantwortung bei der Ausübung dieser Jagd bewusst und setzen sich mit der Hege aktiv für diese Arten ein.

Auskunftsperson:

Adrian Arquint, Leiter Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, Tel. +41 81 257 38 92, E‑Mail Adrian.Arquint@ajf.gr.ch (erreichbar von 09.00 bis 11.00 Uhr)

 

zuständig: Amt für Jagd und Fischerei

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