Die Regierung nimmt Stellung zur Vernehmlassung des Eidgenössischen
Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bezüglich des
Bundesbeschlusses über die Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und
Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038.
Die Regierung steht einer nationalen, dezentralen Kandidatur für
Olympische und Paralympische Winterspiele in der Schweiz im Jahr 2038 unterstützend
gegenüber. Die Schweizer Kandidatur für Olympische und Paralympische
Winterspiele 2038 basiert auf bestehenden Infrastrukturen und Erfahrungen von
bisherigen Grossanlässen (bspw. Biathlon WM 2025, Freestyle WM 2025, Bob WM
2023). Graubünden ist mit Lenzerheide und Engadin/St. Moritz Teil des
nationalen Konzepts. Als grösster Tourismuskanton unseres Landes verfügt
Graubünden über die Kompetenz und die Infrastrukturen zur Durchführung
internationaler Grossanlässe.
Die Regierung begrüsst, dass sich der Bund im vorgesehenen Rahmen
finanziell an der Durchführung in der Schweiz engagiert. Eine nationale
Kandidatur ist ohne finanzielles Engagement des Bundes nicht möglich. Gleiches
gilt für einen Armeeeinsatz. Die Kantone beteiligen sich nicht direkt an der
Finanzierung des Gesamtbudgets von Switzerland 2038. Sie haben jedoch einer
Mitfinanzierung der Paralympischen Winterspiele im Umfang von 60 Millionen
Franken via Geldspiel-Erträge zugestimmt. Des Weiteren sind sie nicht direkt in
die Finanzierung des Gesamtbudgets von Switzerland 2038 involviert. Ob der
Kanton Graubünden einen finanziellen Beitrag an die Kostenbeteiligung der
Bündner Gemeinden Lantsch/Lenz, Vaz/Obervaz, Churwalden, St. Moritz, Celerina
und Silvaplana gegenüber dem Verein Switzerland 2038 leisten wird, wird zu
einem späteren Zeitpunkt geklärt.
Im Gegensatz zu früheren Projekten, welche von der öffentlichen Hand
getragen waren, handelt es sich vorliegend um ein privates Projekt. Die
öffentliche Hand (Bund, Kantone, Austragungsorte) unterstützt nur subsidiär, die
dafür notwendigen demokratischen Prozesse sind einzuhalten. Der Kanton
Graubünden ist wie der Bund nicht bereit, gegenüber der privaten Trägerschaft
oder dem Internationalen Olympischen Komitee eine Defizitgarantie abzugeben.
Vernehmlassung des Eidgenössischen
Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS)
Auskünfte: Departement für Volkswirtschaft und Soziales