Für die Renovation von Trockenmauern spricht die Regierung für das Jahr 2026
Kantonsbeiträge von insgesamt rund 755 000 Franken. Die Beiträge setzen sich
zusammen aus Investitionsbeiträgen in die Landschaftspflege sowie Ersatzleistungen
für Eingriffe in Landschaftsschutzgebiete (515 000 Franken) sowie den
Programmvereinbarungen «Landschaft» (146 200 Franken) und «Naturschutz» (84 800
Franken) mit dem Bund. Im Zusammenhang mit diesen Programmvereinbarungen
beteiligt sich zudem der Bund mit seinen festgelegten Anteilen in der Höhe von rund
231 000 Franken. Von den gesamten Projektkosten in der Höhe von rund 2,07
Millionen Franken werden rund 1,08 Millionen Franken durch Eigenleistungen und
Dritte finanziert.
Im Jahr 2026 sollen in den Gemeinden Albula/Alvra, Andeer, Arosa, Avers,
Bergün Filisur, Bever, Brusio, Calanca, Castaneda, Chur, Domleschg, Grono,
Landquart, Lantsch/Lenz, Luzein, Muntogna da Schons, Poschiavo, Rheinwald,
Roveredo, Safiental, Sagogn, Schluein, Scuol, Surses, Tujetsch, Untervaz, Val
Müstair, Vals sowie Zernez insgesamt rund 2,4 Kilometer Trockenmauern mit einer
sichtbaren Fläche von rund 2900 Quadratmeter renoviert werden.
Trockenmauern sind in vielen Regionen Graubündens als Grenz- und
Stützmauern wichtige Zeugen einer traditionellen Bewirtschaftung. Sie bilden
zudem häufig bedeutende Lebensräume für Reptilien, Kleinsäuger und Insekten und
weisen oftmals eine interessante Flora (Flechten, Moose, Saumpflanzen) auf. So
zeichnen sie sich also nicht nur durch eine kulturhistorische, sondern auch
durch eine hohe ökologische und landschaftliche Bedeutung aus. Ohne Unterhalt
zerfallen aber viele dieser Mauern.
Auskünfte: Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartment