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Das Projekt «egual21 – Aktionsplan Gleichstellung» wurde nach fünfjähriger Laufzeit erfolgreich abgeschlossen. egual21 hatte die Verankerung einer vereinbarkeitsfreundlichen und diskriminierungsfreien Arbeitskultur im Fokus und wurde von der Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann geleitet. Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt das Personalamt die Weiterentwicklung der Themen Gleichstellung und Vereinbarkeit im Rahmen der HR-Strategie.

Das Projekt egual21 wurde 2021 mit dem Ziel gestartet, die Gleichstellung und Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit in der kantonalen Verwaltung zu fördern. Am Ende des Projekts sagt Regierungsrat Jon Domenic Parolini: «egual21 hat Gleichstellung und Vereinbarkeit erfolgreich als zentrale Themen in der Verwaltung weiterentwickelt und einen wichtigen Beitrag zur Steigerung als zukunftsfähige und verantwortungsbewusste Arbeitgeberin geleistet.»

Federführend war die Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann (Stagl). Mit einem partizipativen Ansatz wurde ein «Aktionsplan Gleichstellung» mit Handlungsfeldern, Zielen und einem zentralen Massnahmenplan entwickelt. Aus diesem setzten alle Verwaltungseinheiten 324 Aktivitäten um. Beispielsweise werden nun Gleichstellung und Vereinbarkeit standardmässig in den jährlichen Mitarbeitendenbeurteilungen thematisiert, das Lohnsystem wird erklärt und Gehaltserhöhungen sind transparent. Auch auf übergeordneter Ebene wurden zahlreiche Massnahmen verwirklicht. So entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Personalamt strukturelle Unterstützungen: eine Anlauf- und Meldestelle für personelle Missstände, der Abbau von unbewussten Verhaltensmustern oder modifizierte Konditionen für Elternschaft wie die Erhöhung des Vaterschaftsurlaubs oder die finanzielle Unterstützung externer Kinderbetreuung. Letzteres erfolgte durch parallele HR-Projekte. In Pilotprojekten wurden gleichstellungs- und vereinbarkeitsfördernde Massnahmen entwickelt, wie zum Beispiel eine erhöhte Selbstplanung von Arbeitseinsätzen oder Methoden der neuen Arbeitswelt. Diese steigerten gleichzeitig auch die Selbstwirksamkeit von Mitarbeitenden. Netzwerkveranstaltungen bewirkten, dass sich Vereinbarkeit und Gleichstellung als wichtige gemeinsame Schlüsselthemen in der gesamten Verwaltung bei Führungspersonen und Mitarbeitenden etabliert haben.

Positive Abschlussevaluation
Der Evaluationsbericht der externen «Fachstelle UND» zeigt in allen untersuchten Bereichen von Gleichstellung und Vereinbarkeit eine positive Entwicklung. Beispielsweise hat sich der Frauenanteil in der kantonalen Verwaltung seit 2021 von 36 auf 40.2 Prozent erhöht. Zudem wurden die organisationalen Rahmenbedingungen – etwa in den Bereichen Jobsharing, diskriminierungsfreie Rekrutierung oder zeitliche und örtliche Autonomie – weiterentwickelt.
Im Evaluationsbericht wird die kantonale Verwaltung als weitgehend gleichstellungs- und vereinbarkeitsfreundlich bewertet. Dieses erfreuliche Ergebnis ist auf die partizipative Zusammenarbeit aller Departemente und Dienststellen bei der Umsetzung des Aktionsplans zurückzuführen. Im Vergleich zu anderen kommunalen und kantonalen Verwaltungen ist jedoch noch Verbesserungspotenzial sichtbar. Beispielsweise sind Frauen insbesondere in Führungspositionen weiterhin untervertreten.

Förderung der Gleichstellung wird weitergeführt
Gleichstellung und Vereinbarkeit werden künftig im Rahmen der HR-Strategie weiterentwickelt. Dabei werden Massnahmen auf Basis der Empfehlungen des Evaluationsberichts entwickelt, die die Gleichstellung und Vereinbarkeit noch stärker in Kultur, Führung, Prozesse und Controlling integrieren und eine Umsetzung in allen Dienststellen sicherstellen.

Beilage:

Evaluationsbericht

Auskunftspersonen:

  • Regierungspräsident Martin Bühler, Vorsteher Departement für Finanzen und Gemeinden und Regierungsrat Jon Domenic Parolini, Vorsteher Erziehungs-, Kultur- und Umweltdepartement stehen im Rahmen des ordentlichen Medientreffens vom 30. Juni 2026 für Anfragen zur Verfügung.
  • Weitere Medienanfragen werden koordiniert von Seraina Hostettler, Kommunikationsverantwortliche des Departements für Finanzen und Gemeinden, Tel. +41 81 257 32 05, E‑Mail Seraina.Hostettler@dfg.gr.ch

zuständig: Regierung

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