Die Regierung genehmigt das Projekt «Waldweg Riss Monbiel» der Gemeinde
Klosters unter Auflagen und spricht einen Kantonsbeitrag von höchstens rund
3,26 Millionen Franken. Die Gesamtkosten sind mit 4,6 Millionen Franken
veranschlagt.
Grosse Teile des Waldes oberhalb der Siedlung Monbiel und des
Bödmerwaldes wurden in den 1950er Jahren von grösseren Naturereignissen
beeinträchtigt. Im Anschluss daran wurden die Schadenflächen weitgehend
aufgeforstet. Heute sind diese Schutzwälder dicht und gleichförmig. Damit die
Bestandesstabilität erhalten bleiben kann, sind kontinuierliche
Pflegemassnahmen erforderlich. Infolge ungenügender Breite und Tragfähigkeit
der Wege ist heute eine effiziente und sichere Schutzwaldbewirtschaftung und
die damit verbundene Holzabfuhr nicht mehr gewährleistet. Zudem schützen die
Wälder das Siedlungsgebiet von Monbiel, Kantons- und Gemeindestrassen sowie
Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe vor Lawinen, Steinschlag, Murgängen und
Hochwasser. Folglich wurde dieses Gebiet im Rahmen des Waldentwicklungsplans 2018+ als prioritäres Erschliessungsgebiet mit
Optimierungspotential ausgeschieden.
Das vorliegende Projekt beginnt bei der Abzweigung im Bereich Schwendi,
folgt dem Fergenweg sowie dem Rissweg und endet im Gebiet Schindelboden. Die
auszubauende Weglänge beträgt 3742 Meter. Auf einer Länge von rund 800 Metern
erfolgt aufgrund der grossen Steilheit des bestehenden Wegs eine
Neutrassierung. Der alte Weg wird in diesem Bereich zurückgebaut, eingedeckt
und begrünt. Auf einer Länge von knapp 900 Metern wird, insbesondere in offenem
Gelände und in sehr steilen Passagen, ein Asphaltbelag eingebaut. Die Fahrbahn
wird auf den ersten 2,7 Kilometer auf eine Breite von 3,3 Meter ausgebaut. Auf
dem letzten Kilometer ist der Ausbau der Fahrbahn auf eine Breite von 3 Metern
vorgesehen. Für den Ausbau der Strasse sind auf einer Länge von 1092 Metern der
Bau von Blocksteinmauern und auf 330 Metern von Larssenwänden erforderlich. Die
im 2019 zerstörte Querung des Fraschmardinbachs wird mit dem Bau einer neuen
Brücke wiederhergestellt.
Auskünfte: Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität