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Die Regierung spricht einen Kantonsbeitrag für ein Digitalprojekt zur Stärkung des lokalen Gewerbes und gibt grünes Licht für einen neuen Polizeistützpunkt in Küblis. Zudem genehmigt sie Projekte für einen neuen Waldweg in der Gemeinde Klosters sowie eine Bachverbauung in Davos.

Kantonsbeitrag für Digitalprojekt zur Stärkung des lokalen Gewerbes und zur Unterstützung regionaler Vereine

Die Regierung gewährt dem Verein Marktplatz und Zentrumsort Thusis an das Digitalprojekt «Support your Locals Application» (SYL App) einen Kantonsbeitrag von 138 777 Franken. Sie spricht den Beitrag im Rahmen des Gesetzes zur Förderung der digitalen Transformation in Graubünden. Die Gesamtkosten des Projekts sind mit 411 193 Franken veranschlagt.

Die «SYL App» ist eine digitale Plattform zur Stärkung des lokalen Gewerbes und zur Unterstützung regionaler Vereine. Der Kern der Marktleistung besteht darin, dass teilnehmende Betriebe ihre Angebote, Vergünstigungen oder Sponsoringbeiträge in der App hinterlegen können. Mitglieder der angeschlossenen Sport-, Kultur- und Freizeitvereine können diese Angebote anschliessend einsehen. Je nach Branche und Marge sind unterschiedliche Modelle möglich, beispielsweise ein fixer Sponsoringbeitrag pro Einkauf, ein prozentualer Beitrag an einen Verein oder eine Kombination mit einem Kundenvorteil.

Zielkunden sind regionale Gewerbevereine und andere Gruppierungen von Betrieben, da die Einführung in grösseren regionalen Einheiten effizient und kostengünstig erfolgen kann. Ergänzend können sich auch Einzelbetriebe der Plattform anschliessen. Für die teilnehmenden Betriebe entsteht ein einfaches und flexibel steuerbares Instrument zur Kundenbindung, zur Aktivierung des Einkaufs vor Ort und zur Kommunikation von Aktionen. Das Geschäftsmodell basiert auf einem einfachen Abomodell. Mit der schrittweisen Ausweitung auf weitere Regionen und Betriebe soll ein nachhaltig tragfähiger Betrieb aufgebaut werden. Ergänzend zur Kernfunktion kann die Plattform weitere digitale Dienstleistungen wie Newsbeiträge, Kontaktmöglichkeiten, Chatfunktionen, Gutscheinhandling und Terminbuchungen integrieren. Damit digitalisiert und vereinfacht das Projekt bestehende Sponsoring- und Kommunikationsprozesse, stärkt die regionale Wertschöpfung und unterstützt die digitale Transformation im Kanton Graubünden.

Weitere Informationen: https://grdigital.digital

Auskünfte: Departement für Volkswirtschaft und Soziales

Die Regierung gewährt dem Verein Marktplatz und Zentrumsort Thusis an das Digitalprojekt «Support your Locals Application» (SYL App) einen Kantonsbeitrag von 138 777 Franken.

Ab Herbst 2028: Zentralisierung der Polizeistützpunkte im Prättigau

Die Regierung bevollmächtigt das Hochbauamt im Auftrag der Kantonspolizei (Kapo), einen Mietvertrag für einen neuen Polizeistützpunkt an der Industriestrasse in Luzein zu unterzeichnen. Das zu mietende Raumangebot in einem Neubau umfasst insgesamt 586 Quadratmeter und befindet sich im Zentrum des Einsatzraums Prättigau an polizeistrategisch optimaler Lage unmittelbar vor dem Kübliser Tunnel in Küblis-Dalvazza. Für die Umsetzung der über den üblichen Bürostandard hinausgehenden Anforderungen des Mieters, insbesondere polizeispezifische Einbauten wie eine Gefangenenzelle, ein Sicherheitsschalter, Schlafkojen, ein Gitterabschluss in der Einstellhalle sowie weitere Sicherheitsmassnahmen, wurde im Rahmen des Mietvertrags ein Kostendach von 300 000 Franken zulasten des Kantons vereinbart. Der neue Polizeistützpunkt Prättigau wird voraussichtlich im Herbst 2028 bezugsbereit sein. Das Vertragsverhältnis wird für eine feste Dauer von zehn Jahren abgeschlossen. Nach Ablauf der festen Vertragsdauer hat der Kanton die Option, den Mietvertrag zu zweimal fünf Jahren zu verlängern.

Im Einsatzraum Prättigau ist die Kapo bisher mit Polizeistützpunkten an den Standorten Schiers und Klosters präsent. Die Infrastruktur des seit dem 1. Juli 1991 angemieteten Polizeistützpunktes Schiers ist veraltet und es besteht Erneuerungsdarf. Zudem ist das Raumangebot beengt und kann nicht erweitert werden. Auch die Flächen am Standort Klosters sind beschränkt und bieten kein Optimierungspotenzial. Um die Einsatzfähigkeit der Mitarbeitenden der Kapo auch künftig sicherzustellen, ist eine moderne und zeitgemässe Infrastruktur in den Bereichen IT, Einsatzmobilität und Arbeitsplatzgestaltung unerlässlich.

Das neue Raumangebot in Küblis-Dalvazza ist rund 100 Quadratmeter grösser als das der bestehenden Polizeiposten in Schiers und Klosters. Mit dem vorgesehenen Ersatz der bisherigen Standorte werden die Betriebseffizienz und die Bewirtschaftung erheblich verbessert. Durch die Reduktion der Anzahl Objekte und Mietverträge verringert sich auch der Aufwand für die Gebäudebetreuung sowie für die zu unterhaltende IT-Infrastruktur, insbesondere in den Bereichen EDV und Telefonie.

Auskünfte: Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit

Die Regierung bevollmächtigt das Hochbauamt im Auftrag der Kantonspolizei (Kapo), einen Mietvertrag für einen neuen Polizeistützpunkt an der Industriestrasse in Luzein zu unterzeichnen. 

Grünes Licht für «Waldweg Riss Monbiel» in Klosters

Die Regierung genehmigt das Projekt «Waldweg Riss Monbiel» der Gemeinde Klosters unter Auflagen und spricht einen Kantonsbeitrag von höchstens rund 3,26 Millionen Franken. Die Gesamtkosten sind mit 4,6 Millionen Franken veranschlagt.

Grosse Teile des Waldes oberhalb der Siedlung Monbiel und des Bödmerwaldes wurden in den 1950er Jahren von grösseren Naturereignissen beeinträchtigt. Im Anschluss daran wurden die Schadenflächen weitgehend aufgeforstet. Heute sind diese Schutzwälder dicht und gleichförmig. Damit die Bestandesstabilität erhalten bleiben kann, sind kontinuierliche Pflegemassnahmen erforderlich. Infolge ungenügender Breite und Tragfähigkeit der Wege ist heute eine effiziente und sichere Schutzwaldbewirtschaftung und die damit verbundene Holzabfuhr nicht mehr gewährleistet. Zudem schützen die Wälder das Siedlungsgebiet von Monbiel, Kantons- und Gemeindestrassen sowie Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe vor Lawinen, Steinschlag, Murgängen und Hochwasser. Folglich wurde dieses Gebiet im Rahmen des Waldentwicklungsplans 2018+ als prioritäres Erschliessungsgebiet mit Optimierungspotential ausgeschieden.

Das vorliegende Projekt beginnt bei der Abzweigung im Bereich Schwendi, folgt dem Fergenweg sowie dem Rissweg und endet im Gebiet Schindelboden. Die auszubauende Weglänge beträgt 3742 Meter. Auf einer Länge von rund 800 Metern erfolgt aufgrund der grossen Steilheit des bestehenden Wegs eine Neutrassierung. Der alte Weg wird in diesem Bereich zurückgebaut, eingedeckt und begrünt. Auf einer Länge von knapp 900 Metern wird, insbesondere in offenem Gelände und in sehr steilen Passagen, ein Asphaltbelag eingebaut. Die Fahrbahn wird auf den ersten 2,7 Kilometer auf eine Breite von 3,3 Meter ausgebaut. Auf dem letzten Kilometer ist der Ausbau der Fahrbahn auf eine Breite von 3 Metern vorgesehen. Für den Ausbau der Strasse sind auf einer Länge von 1092 Metern der Bau von Blocksteinmauern und auf 330 Metern von Larssenwänden erforderlich. Die im 2019 zerstörte Querung des Fraschmardinbachs wird mit dem Bau einer neuen Brücke wiederhergestellt.

Waldweg Riss Monbiel

Auskünfte: Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität

Die Regierung genehmigt das Projekt «Waldweg Riss Monbiel» der Gemeinde Klosters unter Auflagen und spricht einen Kantonsbeitrag von höchstens rund 3,26 Millionen Franken. 

Bachverbauung zum Schutz des Siedlungsgebiets von Davos

Die Regierung genehmigt ein Projekt der Gemeinde Davos für die Verbauung des Guggerbachs. Daran beteiligten sich der Kanton und der Bund im Rahmen der NFA-Programmvereinbarung «Gravitative Naturgefahren nach Wasserbaugesetz» mit maximal 880 000 Franken am Projekt. Zudem spricht die Regierung einen strassenbaulichen Kantonsbeitrag von maximal 72 000 Franken. Die Gesamtkosten sind mit 1,6 Millionen Franken veranschlagt.

Der Guggerbach entspringt am Südosthang der Strela und mündet im Siedlungsgebiet von Davos in die Landwasser. Er ist ein geschiebeführender Wildbach. Um die Erosionsaktivität zu bremsen, wurde der Gewässerlauf vor über 100 Jahren punktuell mit Sperrenverbauungen stabilisiert. Im Rahmen der periodischen Inspektionen hat die Gemeinde Davos festgestellt, dass zahlreiche Sperren oberhalb der Schatzalp beschädigt sind. Im Rahmen des Projekts sind demnach bauliche Sanierungsmassnahmen an 19 Sperrenobjekten vorgesehen. Bei fehlenden seitlichen Einbindungen müssen die Gerinneflanken durch Anschüttungen wiederhergestellt und mit einem leichten Stahlverbau gesichert werden. Die an den Mauerfüssen ausgespülten Erosionsmulden sind als natürliche Tosbecken auszubilden. Zu diesem Zweck können entweder muldenförmige Blocksteinsohlen eingebaut oder in das Gelände eingebundene Vorsperren aus Stahl erstellt werden.

Guggerbach Davos
Auskünfte: Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität

Die Regierung genehmigt ein Projekt der Gemeinde Davos für die Verbauung des Guggerbachs. Daran beteiligten sich der Kanton und der Bund im Rahmen der NFA-Programmvereinbarung «Gravitative Naturgefahren nach Wasserbaugesetz» mit maximal 880 000 Franken am Projekt.

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