Navigation

Inhaltsbereich

  • Erste Mitteilung
  • Neuen Beitrag einfügen

Über 60 Beratungen im ersten Jahr, starker Rückhalt durch das Arbeitsinstrument «Cumpass» und ein klares Signal für die Zukunft: Die Fachberatung Kindesschutz des Kantons Graubünden zieht nach einem Jahr Pilotbetrieb eine erste Bilanz. Das Angebot wird genutzt und schliesst eine wichtige Lücke im kantonalen Kindesschutzsystem.

Wenn das Wohl eines Kindes oder Jugendlichen Sorgen macht, ist schnelles und sicheres Handeln gefragt. Genau hier setzt die Fachberatung Kindesschutz an, die vor einem Jahr im Rahmen eines vierjährigen Pilotprojekts im Kanton Graubünden ins Leben gerufen wurde (Medienmitteilung vom 8. September 2025).

Beratungsangebot wird kantonsweit genutzt
Über 60 Anfragen im ersten Jahr – verteilt über den gesamten Kanton vom Engadin bis in die Surselva – zeigen: Das Angebot wird aktiv genutzt und von Fach- und Bezugspersonen als unterstützend und hilfreich wahrgenommen. Besonders häufig wird die Fachberatung Kindesschutz bei bereits länger bestehenden oder komplexen Situationen beigezogen. Die Einschätzung kann in manchen Situationen durch die interdisziplinäre Fokusgruppe aus fünf Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Polizei, Kindes- und Erwachsenenschutz sowie Opferhilfe erweitert werden. Die Fallbesprechungen schaffen Klarheit und stärken die Handlungssicherheit der Ratsuchenden.

Einen wichtigen Beitrag leistet parallel dazu das Arbeitsinstrument «Cumpass». Es hilft Fachpersonen, ein ungutes Bauchgefühl strukturiert einzuschätzen. Auf Interesse stossen auch die Schulungen – sei es bei Institutionen sowie im Familien-, Gesundheits-, Vorschul- oder Schulbereich. Im März 2026 nahmen rund 60 Personen an den Einführungsschulungen teil. Weitere Cumpass-Veranstaltungen sowie ein Anlass an den Aktionstagen gegen häusliche Gewalt im Dezember 2026 in Chur sind geplant.

Erfahrungen fliessen ins zweite Pilotjahr ein
Die positive Resonanz zeigt, dass das Angebot den Bedürfnissen der Praxis entspricht. Im anstehenden zweiten Pilotjahr liegt der Fokus nun auf dem systematischen Ausbau der Vernetzung und Nachberatung.

Das übergeordnete Ziel bleibt klar: Die Fachberatung Kindesschutz und das Arbeitsinstrument «Cumpass» schliessen eine Lücke im kantonalen Kindesschutz und sollen sich dauerhaft als verlässliche und niederschwellige Anlaufstelle für Fach- und Bezugspersonen im Kanton Graubünden etablieren. Die anonyme und kostenlose Beratung wird deshalb weiter bekannt gemacht. Denn je früher ungünstige Entwicklungen erkannt und passende Schritte eingeleitet werden, desto eher können Kinder und Jugendliche die notwendige Unterstützung und den erforderlichen Schutz erhalten.

Die Fachberatung Kindesschutz ist von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 17.00 Uhr erreichbar.

Tel: +41 81 257 65 91
E-Mail: cumpass@gr.ch
Web: www.gr.ch/cumpass

Beilagen:

Flyer «Kindesschutz – geht mich an»
Logo «Cumpass»

Auskunftspersonen:

  • Regierungsrat Marcus Caduff, Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Soziales, Tel. +41 81 257 44 60 (erreichbar von 13.30 bis 14.30 Uhr), E‑Mail Marcus.Caduff@dvs.gr.ch
  • Susanna Gadient, Leiterin Sozialamt Graubünden, Tel. +41 81 257 26 51 (erreichbar von 10.30 bis 11.30 Uhr), E‑Mail Susanna.Gadient@soa.gr.ch

zuständig: Sozialamt

Neuer Artikel