Acrylamidgehalt von Pommes und Rösti überprüft
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Seit 2002 ist bekannt, dass Acrylamid ein potenziell krebserregender Stoff ist. Gastronomische Angebote wie Pommes Frites, Rösti und Bratkartoffeln können bei unsachgemässer Zubereitung oder falscher Lagerung der rohen Kartoffeln besonders hohe Werte an Acrylamid aufweisen. Für die amtliche Lebensmittelkontrolle Grund genug, eine Untersuchungskampagne durchzuführen.
Im Frühjahr 2026 führte das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit bereits zum dritten Mal in Folge eine Untersuchungskampagne betreffend Acrylamid in der Gastronomie durch. In den Vorjahren 2024 und 2025 ergaben sich bei den Untersuchungen zwar keine zu hohen Acrylamidgehalte in Pommes frites, dafür aber in zwei Rösti und einer Probe Bratkartoffeln. In diesem Jahr wurden achtmal Rösti, viermal Pommes frites sowie einmal Bratkartoffeln aus der Gastronomie auf Acrylamid untersucht. Diesmal musste eine Rösti beanstandet werden, da der Acrylamidgehalt fast doppelt so hoch ausfiel wie der gesetzlich festgelegte Höchstwert. Schon rein optisch war ein solches Resultat zu erwarten.
Die Untersuchungskampagnen der letzten drei Jahre zeigen Beanstandungsquoten von 14 % im Jahr 2024, 6 % im Jahr 2025 und 8 % im Jahr 2026. Dies zeigt, dass die empfohlenen Massnahmen zur Reduktion des Acrylamidgehalts zunehmend beachtet werden. Dazu tragen die Wahl einer optimalen Kartoffelsorte, die zweckmässige Lagerung der Kartoffeln, die Zubereitung bei Temperaturen von maximal 120 °C, die Schulung des Küchenpersonals und die Beachtung des Grundsatzes „Vergolden statt verkohlen” bei. Dies führt nicht nur zu optisch und geschmacklich ansprechenden Ergebnissen. Die gute Herstellungspraxis trägt auch zur Minimierung des Acrylamidgehalts bei.