Alternariatoxine in Tomaten und Paprika
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Tomaten und Paprika sowie daraus hergestellte Lebensmittel können Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) von Schwärzepilzen der Gattung Alternaria enthalten. Die Toxine stehen im Verdacht, für den Menschen gesundheitsschädlich zu sein.
Mit guter Agarpraxis, guten Lagerungs- und Transportbedingungen sowie guter Verarbeitungspraxis lässt sich das Vorkommen von Alternaria-Toxinen in Lebensmitteln senken oder verhindern. Die Europäische Kommission hat in der Empfehlung (EU) 2022/553 vom 5. April 2022 zur Überwachung des Vorkommens von Alternaria-Toxinen in Lebensmitteln indikative Richtwerte für drei Toxine (Alternariol, Alternariolmonomethylether und Tenuazonsäure) festgelegt.
In einer koordinierten Ostschweizer Untersuchungskampagne wurden im Frühjahr 2026 in den Kantonen AI, AR, GL, GR, SG, SH, TG und ZH insgesamt 46 Tomaten- und Paprikaprodukte amtlich erhoben. Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit beteiligte sich daran mit sechs Proben. Das Kantonale Laboratorium Thurgau untersuchte die Proben auf fünf Alternariatoxine, darin inbegriffen die drei Toxine der Empfehlung (EU) 2022/553.
Auffällig waren lediglich fünf Paprikaerzeugnisse. Sie überschritten die Richtwerte der Empfehlung. Zwar handelt es sich nicht um gesetzliche Höchstwerte. Allerdings muss bei einer Überschreitung der Richtwerte davon ausgegangen werden, dass die gute Herstellungspraxis nicht eingehalten wurde. Für Produzenten bedeutet das, ihre Prozesse zu überdenken und zu optimieren.
Die sechs in Graubünden und Glarus erhobenen Proben hielten die Richtwerte der EU-Empfehlung alle ein.