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Badewasser von Freibädern kontrolliert
© Eugen Thome - stock.adobe.com


Hohe Temperaturen und viele Badegäste stellten die Betreiberinnen und Betreiber von Freibädern in diesem Jahr vor besondere Herausforderungen. Die amtlichen Wasserkontrolleure waren deshalb wieder unterwegs, um die Badewasserqualität der öffentlichen Freibäder zu überprüfen.

Im Juli 2026 wurden etliche Kontrollen in Freibädern der Kantone Graubünden und Glarus vorgenommen. Insgesamt 22 Freibäder mit total 35 Becken wurden kontrolliert, in Graubünden 17 Bäder mit 27 Becken, in Glarus fünf Bäder mit acht Becken. Bei den Kontrollen wurden sowohl Handmessungen vor Ort durchgeführt als auch Wasserproben entnommen, die dann im Labor des Amts für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit mikrobiologisch und chemisch weiterführend untersucht wurden.

In neun Freibädern, davon sieben in Graubünden und zwei in Glarus, wurden Abweichungen von den rechtlichen Anforderungen an die Badewasserqualität festgestellt. In den Bündner Bädern waren insgesamt neun Becken betroffen, in den Glarner Bädern drei. Viermal wurde ein zu hoher Gehalt an Chlorat gemessen. Zudem wurden der Harnstoffgehalt dreimal, der Gehalt an freiem Chlor zweimal, die Trübung und der Gehalt an Trihalomethanen und aeroben mesophilen Keimen jeweils einmal beanstandet. In einem Becken wurden Fäkalkeime und Pseudomonaden nachgewiesen – das Becken wurde vorübergehend geschlossen.

Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich eine Verbesserung. Bei 41 % der Bäder kam es zu Beanstandungen, 2025 waren es noch 59 %. Insgesamt 34 % der Badewasserproben erfüllten die lebensmittelrechtlichen Anforderungen nicht, 2025 waren es noch 48 %.

Die von Beanstandungen betroffenen Betriebsleitenden mussten Korrekturmassnahmen ergreifen und die Selbstkontrolle verbessern. Erst eine funktionierende Wasseraufbereitung und Selbstkontrolle des Betriebs gepaart mit einem hygienischen Verhalten der Badegäste ermöglicht ein ungetrübtes Badevergnügen.