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Badewasserqualität von Freibädern
Foto: © Mario Hoesel - stock.adobe.com


Trotz der durchzogenen Witterung wurden die Freibäder auch in diesem Jahr rege besucht. Die amtlichen Wasserkontrolleure waren diesen Sommer erneut unterwegs, um die Badewasserqualität der öffentlichen Freibäder zu überprüfen.

Freibäder dienen der Erholung, dem Sport und der Gemeinschaft, stellen aber gleichzeitig hohe Anforderungen an die Qualität des Badewassers. Die dynamische Natur von Freibädern – schwankende Besucherzahlen, wechselnde Witterungsbedingungen und der Eintrag bzw. die Bildung von Verunreinigungen – erfordert eine effiziente Wasseraufbereitung, um ein hygienisch einwandfreies und sicheres Badevergnügen zu garantieren.

Von Juni bis August 2025 haben die amtlichen Wasserkontrolleure 40 Badewasserproben aus 27 Freibädern in Graubünden und Glarus entnommen. Vor Ort haben die Kontrolleure den Chlorgehalt und den pH-Wert überprüft. Im Labor wurden die Proben auf weitere Parameter hin untersucht. 19 Proben (47.5 %) erfüllten nicht die gesetzlichen Vorgaben. Am häufigsten wurden Abweichungen beim Chlorgehalt oder pH-Wert festgestellt. Darüber hinaus wurden zu hohe Konzentrationen an unerwünschten Stoffen wie Harnstoff, Chlorat, Trihalomethanen oder gebundenem Chlor festgestellt, wobei letztere zu Reizungen von Haut, Augen und Atemwegen führen können. Vier Badewasserproben enthielten zu viele Bakterien.  

In den Vorjahren wurde ein positiver Trend festgestellt – sowohl bei den beanstandeten Proben (Reduktion von 63 % auf 36 %) als auch bei den betreffenden Betrieben (Reduktion von 73 % auf 43 %). Im Jahr 2025 mussten jedoch wieder mehr Beanstandungen ausgesprochen werden: 47.5 % der untersuchten Proben wurden beanstandet, was bedeutet, dass 59 % der kontrollierten Betriebe aufgefordert werden mussten, Korrekturmassnahmen zu ergreifen und die Selbstkontrolle zu verbessern.